Paraguay als attraktiver Wachstumsmarkt für österreichische Unternehmen

Delegation unter Leitung des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf unterstützt deutsche Schule in der "Colonia Carlos Pfannl"

Wien (OTS) - Unter der Leitung des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) besucht eine österreichische Delegation vom 11. bis 22. März die südamerikanischen Länder Paraguay und Argentinien. Politische Gespräche sowie die Intensivierung wirtschaftlicher Beziehungen stehen auf dem umfassenden Programm der Teilnehmer.

"Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann eine österreichische Delegation nach Paraguay kam. Es muss länger als zwölf Jahre her sein", sagte Generalskonsul Jorge Miguel Brunotte, der die Gruppe von Politikern und Wirtschaftsleuten gemeinsam mit Botschafter DDr. Robert Zischg, Vizegeneralkonsul Gerhard Ackert und dem Leiter des Außenwirtchaftscenters Buenos Aires, Mag. Josef Hofer, auf dem Flughafen Asuncion herzlich willkommen hieß.

Brunotte, ein erfolgreicher Geschäftsmann, machte gleich von Anfang an klar, warum das 6,4 Millionen Einwohner zählende Land, das flächenmäßig so groß wie Deutschland und die Benelux-Länder zusammen ist, so interessant für Investoren sein kann. Bei einem Rekordwachstum von 14,5 Prozent im vergangenen Jahr habe Paraguay in Bezug auf Infrastruktur großen Aufholbedarf. Energie sei da ein gutes Beispiel: Man habe Strom im Überfluss, fast 80 Prozent würden exportiert, trotzdem gelingt es dem Staat nicht, genügend und verlässliche Energie an die Bevölkerung zu verteilen.

Neben den Amtssprachen Guarani und Spanisch sprechen viele Menschen in Paraguay Deutsch, was damit zu tun hat, dass in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten der 1930er Jahre viele ausgewandert sind. So galt der erste Besuch der österreichischen Delegation der österreichischen "Colonia Carlos Pfannl". Hier wird das Brauchtum hochgehalten: Beim Eintreffen erklingt Blasmusik, ein Jugendchor singt ein Tiroler Volkslied.

Die Deutsche Schule Independencia ist Herzstück und der ganze Stolz der Kolonie mit rund 2.000 deutschstämmigen Bürgern. Sie wurde 1956 gegründet und kämpft seit damals um das finanzielle Überleben. Derzeit werden rund 150 Schüler von der Grundschule bis zur zwölften Klasse unterrichtet, erzählt Direktor Matias Loidol, dessen Vorfahren aus Oberösterreich stammen. Spontan sagte Graf zu, sich für eine Patronanz in Österreich einzusetzen. Als Soforthilfe wurden von der Österreichischen Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas (ÖGFLA) tausend Euro übereicht. Obmann NAbg. Gerhard Deimek und Vorstandsmitglied Johann Herzog, Zweiter Landtagspräsident in Wien, übergaben den Scheck.

Bei einer Mate-Tee-Produktionsstätte in der Kolonie konnte sich die Delegation vom Funktionieren des Genossenschaftssystems überzeugen. 16 Kleinbauern liefern ihre Ernte zu Jorge Baumann, der die Ware produziert und vermarktet.

Ein ausführlicher Bericht über die ersten Tage der Delegationsreise in Paraguay mit Fotos findet sich in der Internet-Zeitung Unzensuriert.at (http://tinyurl.com/4cw5s8j).

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