FSG: Bundesheerbedienstete sind keine Söldner!

Sozialdemokratische GewerkschafterInnen im Bundesheer mahnen Abrüstung der Worte ein

Wien (OTS/FSG) - "Scheinbar vergessen einige die Fakten, wenn sie sich in der aktuellen politischen Diskussion zum Wehrsystem in der Öffentlichkeit zu Wort melden! Eine Abrüstung der Worte ist angebracht. Die Berufssoldaten des Österreichischen Bundesheeres sind Spezialisten in ihren Fachgebieten und keine Söldner", so der FSG-Personalvertreter Harald Schifferl. Für das Österreichische Bundesheer arbeiten derzeit rund 24.000 Bedienstete. Etwa zwei Drittel davon sind heute bereits Berufssoldaten, sei es als Offizier, Unteroffizier oder Charge.++++

Das Beispiel der Luftraumüberwachung zeigt, dass mit jedem Modernisierungsschritt des Bundesheeres immer eine weitere Professionalisierung des Personals einherging. Ohne Berufssoldaten und Zivilbedienstete sind moderne Geräte nicht zu bedienen und moderne Technologien nicht zu beherrschen.

Schifferl: "Die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Bundesheergewerkschaft wehrt sich gegen die Bezeichnung ?Söldner? für die Bediensteten der österreichischen Landesverteidigung." Das Österreichische Bundesheer besteht heute schon aus ca. 14.000 Berufssoldaten. Zusätzlich arbeiten noch an die 8.000 Zivilbedienstete tagtäglich für die Landesverteidigung. "Trotz permanenter Geldknappheit und Reformen leisten diese Bediensteten immer motiviert und engagiert ihren Dienst. Das sollte respektiert und beachtet werden", fordert der FSG - Personalvertreter.

"Egal wie das Bundesheer der Zukunft aussehen soll, es dürfen keine übereilten Maßnahmen ohne Rücksicht auf das betroffene Personal erfolgen. Bereits eingeleitete Maßnahmen zur Beschäftigung von ?Personal über Stand? müssen weitergeführt und intensiviert werden. Das alleine wird aber nicht reichen. Von der erst kürzlich abgelaufenen Reform BH2010 sind noch immer mehr als 1.000 Bedienstete über Stand. Ohne die nötigen Rahmenbedingungen und rechtliche Anpassungen - beispielsweise schon längst überfällige pensionsrechtliche Maßnahmen - wird es nicht gehen, so Wilhelm Hauser", Vorsitzender der FSG Oberösterreich im Bundesheer.

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Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Bundesheergewerkschaft
Mag. Harald Schifferl
Tel.: 0664 4041979

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