Wlodkowski: Erneuerbare Energie ist einzig richtiger Weg für Zukunft

Falsche Kosten-Argumente sollen nachhaltiger Energiepolitik schaden

Wien (OTS) - "Die aktuellen Katastrophen machen auf äußerst dramatische Art und Weise deutlich, dass Atomkraft und fossile Energie immens teure Irrwege sind. Ich rufe daher die Arbeiternehmer-und Industrie-Vertreter auf, mit uns gemeinsam am zügigen Ausbau der erneuerbaren Energie in Österreich zu arbeiten und die widersinnige Agitation gegen Bioenergie zu beenden. Der Weg zur nachhaltigen und sicheren Energieversorgung führt dabei über die gemeinsame Umsetzung der Energiestrategie Österreich. Hier hoffe ich, dass nun endlich beide Regierungsfraktionen und alle Sozialpartner in dieser Frage an einem Strang ziehen und konkrete Schritte, wie ein modernes Ökostromgesetz, einleiten", erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich.

Langfristige Kostenvergleiche

"Wenn man die Revolutionen in Nordafrika und die Katastrophen in Japan sieht, verliert man endgültig jegliches Verständnis für die seit Jahren laufende Agitation der Fossil-Lobby in Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung gegen den Ausbau der Bioenergie. Wir bemühen uns seit Jahren um umfassende und stabile Rahmenbedingungen für einen kontinuierlichen Ausbau aller erneuerbaren Energien in Österreich. Doch immer wieder werden unsere Bemühungen wegen angeblich zu hoher Kosten von der Fossil-Lobby gestoppt", stellte Wlodkowski fest.

"Wenn man bedenkt, dass wir wegen der Nordafrika-Krise heute für eine einzige Tankfüllung EUR 20,- mehr als noch vor wenigen Wochen bezahlen und sich gleichzeitig an den innenpolitischen Wirbel erinnert, den die Fossil-Lobby vor Kurzem wegen einer Ökostromförderung von EUR 35,- pro Jahr und Haushalt losgetreten hat, fragt man sich, ob hier die Konsumenten gezielt in die Irre geführt werden sollen. Dabei lassen wir die unermesslichen Folgekosten eines Atomunfalls einmal beiseite, denn deren Höhe kann man derzeit noch gar nicht annähernd erfassen. Allein die dringend fällige Erneuerung der Schutzhülle um den Reaktor in Tschernobyl kostet EUR 1,54 Mrd. Man gewinnt den Eindruck, dass mit falschen Kosten-Argumenten einer nachhaltigen Energiepolitik in Österreich geschadet werden soll", kritisierte Wlodkowski.

Langfristig rechnen

"Wer langfristig rechnet, hat aber längst begriffen, dass es bei einer vorausschauenden Energiepolitik nicht um kurzfristige Kosteneffekte, sondern um die nachhaltige Kostenwahrheit geht. Die verlogenen Kostenvergleiche der Fossil- und Atomlobby, bei denen die verursachten Umweltschäden, die immensen Risiken und die Geldströme an diverse Despoten in Mittelasien oder Nahost versteckt werden, sind inakzeptabel. Wir brauchen dringend eine zügige Weiterentwicklung bei allen erneuerbaren Energieformen, wie Biomasse, Wasserkraft, Wind-und Sonnenkraft. Dabei müssen Projekte mit überschaubaren Dimensionen, bei denen die Wertschöpfung bei den Menschen in der Region bleibt, im Vordergrund stehen", verlangte Wlodkowski.

Solidarität mit Japan

"Die ganze Welt bangt mit der leidgeprüften japanischen Bevölkerung wegen der unheimlichen Gefahr, die noch immer von den zerstörten Atomkraftwerken ausgeht. Ich hoffe, dass die schlimmsten Befürchtungen nicht eintreffen und eine atomare Verseuchung der Kraftwerksumgebung, aber vor allem des Großraumes von Tokio, noch verhindert werden kann. Der Schaden, der von außer Kontrolle geratenen Atomkraftwerken verursacht werden kann, erreicht unvorstellbare Dimensionen", drückte Wlodkowski seine Solidarität mit der Bevölkerung in Japan aus.
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