BSA verurteilt rassistische Ausfälle des Wiener Akademikerbundes

Rassismus darf in einer offenen und solidarischen Gesellschaft keinen Platz haben

Wien (OTS) - Entsetzt zeigt sich Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Präsident des Bundes sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen (BSA), angesichts eines vermeintlichen "Integrationsmanifests", das jüngst vom Wiener Akademikerbund präsentiert wurde. "Den sogenannten Wildwuchs an Moscheen beseitigen und eine eigene Behörde gründen zu wollen, die prüft, ob Muslime sich an Gesetze halten, widerspricht in fundamentaler Weise den Menschenrechten", betonte Mailath-Pokorny.

Christian Seitz, Obmann des Wiener Akademikerbundes, hatte im Rahmen dieses Manifests Minarettverbote, eine Spezialgesetzgebung für Muslime und eine eigene Stabstelle des Kultusamtes eingefordert. "Diese unreflektierten Aussagen und rassistischen Ausschweifungen sind einer AkademikerInnenorganisation unwürdig. Erst kürzlich hat Christian Seitz das NS-Verbotsgesetz in Frage gestellt. Nun tun sich neuerlich Abgründe auf, mit denen sich der Wiener Akademikerbund selbst mehr und mehr ins rechtsextreme Eck stellt. Der BSA steht im Gegensatz dazu für eine offene und solidarische Gesellschaft, in der Rassismus keinen Platz haben darf. Es wäre daher angebracht, wenn sich alle demokratischen Kräfte nachhaltig von dieser Organisation distanzierten", schloss Mailath.

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