Bundesministerin Heinisch-Hosek: "Ich freue mich auf kraftvolles Lebenszeichen der Frauen"

Die Frauenministerin ruft zur großen Frauendemonstration am 19. März auf

Wien (OTS) - "Wir brauchen als Politikerinnen den Input der Frauenbewegung, um Druck aufzubauen, damit wir unsere Forderungen auch umsetzen können. Daher freue ich mich schon auf ein kraftvolles Lebenszeichen der Frauensolidarität", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der heutigen Pressekonferenz der "Plattform 20000frauen" in Wien. Die Plattform veranstaltet am 19. März anlässlich des 100. Jahrestags der ersten großen Frauendemonstration, bei der Frauen für das allgemeine gleiche Wahlrecht, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und für die Erhaltung des Friedens auf die Wiener Ringstraße gegangen sind, eine Großdemonstration vom Schwarzenbergplatz zum Parlament.

Die Plattform vereint über 174 Organisationen und Initiativen und versteht sich als überparteilich und interreligiös. Am Podium der heutigen Pressekonferenz nahmen neben Frauenministerin Heinisch-Hosek und Wiens Frauen- und Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger auch Rechtanwältin Doris Einwallner vom Migrantinnen-Unterstützungsverein LEFÖ, Rechtsanwältin Gabriele Vana-Kowarzik, die sich dem Themenbereich Familienrecht und Obsorge widmet, Amina Baghajti vom Forum Muslimischer Frauen, Medienwissenschafterin Ulli Weish, ÖH-Referentin Judith Götz, Silvia Jura von der femous-Festivalleitung und die Sprecherin der Plattform 20000frauen, Petra Unger, teil. Gemeinsam skizzierten sie das breite Spektrum der Frauenforderungen. Baghajati will muslimische Frauen nicht nur als Opfer abgestempelt wissen und forderte unter anderem eigene Aufenthaltstitel für migrantische Frauen. Einwallner machte auf die doppelte Diskriminierung der Migrantinnen in Österreich aufmerksam. Ihr niedriges Einkommen reiche nicht für unbefristete, eigenständige Aufenthaltstitel, überdies hätten sie es neben Lohn- und Familienarbeit noch schwerer als Männer, die geforderten Deutschkenntnisse zu erlangen. Götz forderte einen 50-prozentigen Frauenanteil auf allen Ebenen der Universitäten und Fachhochschulen und will keine Toleranz gegenüber Männerseilschaften und Burschenschaften mehr üben. Vana Kowarzik machte auf die Problematik der gemeinsamen Obsorge aufmerksam: Solange Väter in aufrechter Ehe nicht ihren gerechten Anteil an Familienarbeit übernehmen, sollten sie auch nicht automatisch und uneingeschränkt Obsorgerechte nach der Scheidung eingeräumt bekommen. Frauenstadträtin Sandra Frauenberger machte sich für die Realisierung von Halbe-Halbe bei der Familienarbeit stark. Es sei eine hochpolitische Frage, wer daheim die Windeln wechsle.

Frauenministerin Heinisch-Hosek bekräftigte, dass viele der Forderungen mit den ihren übereinstimmten. "Frauensolidarität kennt keine Grenzen, die Ansprüche sind global wichtig", so Heinisch-Hosek. "Ich trete für den Ausbau des Gewaltschutzes ein. Wir kämpfen weiterhin für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, aber auch für eine gerechtere Bewertung der Frauenarbeit." Gleichzeitig hoffe sie, dass die Demonstration nicht der Endpunkt der vielfältigen Zusammenarbeit sei: "Nur gemeinsam können wir den nötigen Druck ausüben, damit wir politisch die Gleichstellung der Frauen vorantreiben und umsetzen können", schloss die Frauenministerin.

Bilder zur dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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