Europäische Windenergiekonferenz EWEA weist Richtung für 100% Erneuerbare bis 2050 im Stromsektor in Europa

Österreich braucht rasch Ökostrom-Novelle

St. Pölten (OTS) - Wien, 14. März 2010: In Brüssel findet diese Woche die europäische Konferenz der Windenergiebranche EWEA 2011 statt. Über 5.500 Teilnehmer gestalten die Zukunft der Windenergienutzung. Die Anzahl der Aussteller hat sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt auf 440 Aussteller.

Angesichts der vergangene Woche präsentierten Energy Roadmap 2050 der EU Kommission, welche vorsieht, dass bis 2050 die Treibhausgas-Emission um 80% gesenkt werden soll, unterstreicht der Europäische Windenergie Verband EWEA anlässlich der Eröffnung der Windenergiekonferenz, dass hierfür ein Anteil von beinahe 100% erneuerbarer Energien in der Stromproduktion nötig wäre. Dafür müssen auf politischer Ebene jetzt die Weichen gestellt werden. Als erster Schritt sei das aktuell gültige EU-Ziel für die Reduktion der Treibhausgasemissionen für das Jahr 2020 von minus 20 % auf minus 30 % anzuheben. Arthouros Zervos, Präsident von EWEA, erwartet Investitionen in die europäische Windbranche im Ausmaß von 400 Milliarden Euro bis 2030. Dafür bedürfe es einer stabilen und sicheren Energiepolitik: "Für manche ist 2020 weit weg. Für Politiker zumindest zwei Wahlen entfernt - ein politisches Leben lang. Für die Elektrizitätswirtschaft ist es aber bereits übermorgen."

Die Windkraft deckt heute 5,3% des europäischen Stromverbrauchs. Rund 86.000 Megawatt (MW) Windkraft sind in Europa am Netz. 192.000 Personen sind in der Branche beschäftigt. 2010 wurden 12,7 Milliarden Euro in der Windkraftbranche investiert.
Bei der EWEA 2011 in Brüssel sind viele österreichische Unternehmen vertreten, da die österreichischen Windkraft-Zulieferer und Dienstleister bereits ein Exportvolumen von 470 Mio. Euro erreicht haben.

Windkraftausbau in Österreich steht auf gläsernen Füßen
Nachdem die Ausnahmeregelung im Ökostromgesetz für die energieintensive Industrie von der Europäischen Kommission letzte Woche nicht akzeptiert wurde, gewinnt die Novellierung des bestehenden Ökostromgesetzes wieder an Fahrt. "Damit der 2010 endlich wieder in Gang gekommene Ökostrom-Ausbau nicht wieder ins Stottern gerät, ist eine Novellierung des Ökostromgesetzes noch im ersten Halbjahr 2011 unerlässlich", meint Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, nach Bekanntwerden der negativen Entscheidung. "Der dringende Handlungsbedarf ergibt sich zum einen aus der Kommissions-Entscheidung, zum anderen aber daraus, dass der bestehende Rückstau bei Windkraftprojekten durch den jahrelangen Stillstand vom bestehenden System nicht brauchbar bearbeitet werden kann. Derzeit ist keine langfristige Rechtssicherheit für Investoren gegeben, diese muss durch eine Novelle des Gesetzes geschaffen werden."

Weitere Informationen über die Stolpersteine im geltenden Ökostromgesetz finden sie unter:
http://igwindkraft.at/index.php?mdoc_id=1014571

Weitere Informationen über die EWEA 2011 finden sie unter:
http://www.ewec2011.info/

Weitere Informationen über den Windkraftausbau in Österreich und Europa finden sie auf der Homepage der IG Windkraft:
http://www.igwindkraft.at/index.php?xmlval_ID_KEY[0]=1047

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IG Windkraft
Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
Tel.: Mobil: 0699 / 188 77 855
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