Mobilfunkbranche: Gemeinsam für noch mehr Kostensicherheit bei mobiler Internetnutzung

Zusätzliche Tools und spezielle Produkte sollen helfen, ungewünschte Nebeneffekte hintanzuhalten - Mobilfunknetzbetreiber unterzeichnen Selbstverpflichtungs-Kodex

Wien (OTS/PWK176) - Die vier CEOs der österreichischen Mobilfunknetzbetreiber, Hannes Ametsreiter (A1 Telekom Austria), Robert Chvátal (T-Mobile Austria), Michael Krammer (Orange) und Jan Trionow (Drei) haben heute, Montag, in der Wirtschaftskammer Österreich und in Anwesenheit von WKÖ-Vizepräsident Hans Jörg Schelling einen Selbstverpflichtungskodex der Branche vorgestellt und unterzeichnet. Darin haben sich die Mobilfunkanbieter auf weitere gemeinsame Maßnahmen verständigt, um den Kunden noch bessere Möglichkeiten zur Kontrolle des Datenverbrauchs bei mobiler Internetnutzung zu bieten.

Die Zufriedenheit der Kunden mit den mobilen Internetzugängen ist durchweg sehr hoch. Die österreichischen Handynetzbetreiber bieten für ihre Datendienste zahlreiche Kontrollmöglichkeiten, mit denen die Konsumenten jederzeit den Stand des beim Betreiber bereits erfassten Datenverbrauchs abfragen und so ihren Verbrauch kontrollieren können. Dennoch ist es vereinzelt zu Kundenbeschwerden gekommen, weil die Nutzer die inkludierte Datenmenge überschritten hatten und es zu einer Nachverrechnung des zusätzlichen Datenverbrauchs kam.

Die Ursachen dafür zu erkennen und auch diese Fälle im Sinne der Kunden zu lösen, ist ein großes Anliegen der Unternehmen. Daher haben die Anbieter den Branchenkodex erarbeitet, in dem sie sich bereit erklären, ihren Kunden weitere Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Als Kernstück verpflichten sich die Mobilfunkbetreiber dazu, dass die Kunden Verbindungsgenau (Stand letzte Session) über ein Webinterface den Stand des verbrauchten Datenvolumens abfragen können. Hinzu kommt, dass die Kunden per SMS informiert werden, wenn das System eine 70- bis 80-prozentige Ausschöpfung des inkludierten Datenvolumens errechnet hat. Eine weitere Warn-SMS folgt, sobald das Datenvolumen zur Gänze aufgebraucht ist. Alternativ dazu können die Betreiber ein Service anbieten, bei dem der Betreiber bei Erreichen eines bestimmten Wertes über die entstandenen Kosten informiert. Wird ein solches Service angeboten, kann vom Kunden auch eine Verständigung bei Überschreiten des Betrages von 60 Euro angefordert werden.

Von jedem Betreiber wird mindestens ein Tarif angeboten, bei dem es nach Ausschöpfung der Pauschale zu einer Drosselung der Verbindungsgeschwindigkeit (auf beispielsweise max. 56 kbit/s) kommt oder aber die Überschreitung inkludierter Mengen gar nicht verrechnet wird.

Weiters wird es eine Benachrichtigungsfunktion vor jedem Wechsel in ein fremdes (Roaming-)Mobilfunknetz geben: Der Kodex empfiehlt ja beispielsweise auch, in Grenznähe die Einstellung "Automatische Netzwahl" zu deaktivieren, damit sich Datenkarten nicht in ausländische Netze einbuchen können. Behalten Kunden dennoch die automatische Netzwahl bei, wird über die Verbindungssoftware vor bzw. bei Verbindungsaufbau sowie während der Verbindung auf das jeweils verwendete Netz hingewiesen. Damit ist es für die Kunden leicht erkennbar, wenn eine Roamingverbindung aufgebaut wird. Vor jedem Wechsel oder einer Einwahl in ein Roamingnetz muss der Nutzer das bestätigen.

Alle Betreiber, die Wertkartentarife für die mobile Datennutzung anbieten, weisen die Kunden, die größtmögliche Kostenkontrolle wünschen, auf diese Produkte hin. Bei diesen Angeboten kann nur soviel Datenverkehr genutzt werden, wie wertmäßig durch das Kartenguthaben gedeckt ist. Bei Wertkarten sind eine Überschreitung des inkludierten Datenvolumens und eine Nachverrechnung ausgeschlossen. Es können keine weiteren Kosten für den Konsumenten anfallen.

Die Mobilfunkbranche hat damit wesentliche Maßnahmen gesetzt, um den Kunden maximale Kostenkontrolle zu bieten. Eine kostenbewusste Nutzung der Produkte liegt aber weiterhin im Verantwortungsbereich der Konsumenten. So ist es den Betreibern nicht möglich, eine vom Kunden gestattete unkontrollierte Nutzung der SIM-Karte durch Dritte (z.B. dem eigenen Kind) zu unterbinden.

Die österreichischen Mobilfunkbetreiber bieten im internationalen Vergleich besonders innovative Produkte und Dienstleistungen zu Preisen an, die deutlich unter denen fast aller EU-Mitgliedstaaten liegen. Die hohe Innovationskraft und Kundenfreundlichkeit spiegelt sich in Mobilfunkpenetrationsraten von 145 Prozent und einem Anteil des Mobilfunks von 43,8 Prozent an der Gesamtzahl der Breitbandanschlüsse wider.

Den Kodex mit weiteren Einzelheiten finden Sie auf der Website des Fachverbandes der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen mit der URL http://wko.at/telekom. (JR)

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Wirtschaftskammer Österreich
Dipl.-Jur. Andreas Ney LL.M.
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Tel.: 05 90 900-3272
E-Mail: andreas.ney@wko.at
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