Vassilakou bei EPCON 2011: Grundlegender Wandel bei internationaler Energieversorgung notwendig

AKW-Katastrophe in Japan ist Ereignis von globalem Ausmaß, das uns alle inne halten lassen muss

Wien (OTS) - "Die Erdbeben-AKW-Katastrophe in Japan ist ein erschütterndes und tiefgehendes Ereignis, das ein einfaches Weitergehen auf der Tagesordnung unmöglich macht. Der Schock über dieses globale Desaster sitzt bei jedem sehr tief, das Zittern mit der japanischen Bevölkerung geht weiter", so die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou im Rahmen ihrer Key-Note-Speech bei der EPCON 2011. Vassilakou mahnte in ihrer Rede einen sehr grundlegenden Wandel in der Energieversorgung der Städte und Staaten ein. "Die Energiefrage rückt immer mehr ins Zentrum der Politik. Es sind nicht nur energiepolitische Fragen, die wir uns stellen müssen, sondern es sind alle Lebensbereiche von den notwendigen Maßnahmen betroffen, wie zum Beispiel Mobilität", so Vassilakou.

Die ÖsterreicherInnen haben 1978 die weise Entscheidung getroffen, kein AKW-Zwentendorf zu errichten. Doch auch in Österreich ist Atomstrom allgegenwärtig. Durch Importe bzw. durch Stromhandel sind österreichische Unternehmen Teil der nuklearen Stromversorgung. "Wenn wir glaubwürdig argumentieren wollen, ist auch der Atomstromimport nach Österreich ein Thema. Denn billiger Strom ist angesichts der Gefahren keine Rechtfertigung für die Gefahren, die von Atomenergie ausgehen", so Vassilakou.

Maria Vassilakou referierte im Rahmen ihrer Key-Note-Speech über die Zukunft der urbanen Energie und präsentierte den TeilnehmerInnen 10 Thesen, die ein radikales Umdenken in der Klimaschutz- und Energiepolitik einfordern. Sie zeigte Wege auf, wie insbesondere die Städte als Motor von Energieinnovationen maßgeblich zu einem kulturellen Wandel Richtung Energieeffizienz und Erneuerbarer Energie beitragen können.

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