BZÖ-Lugar: Berlakovich mit Beschwichtigungen und Worthülsen statt Fachkenntnis

Wien (OTS) - "Ohne das wirkliche Bedrohungsszenario zu kennen, schließt Umweltminister Berlakovich anders als zahlreiche Experten ein Risiko für Österreich aufgrund des AKW-Desasters in Japan aus. Das ist typisch Berlakovich: Beschwichtigungen und Worthülsen statt Fachkenntnis", so BZÖ-Umweltsprecher Abg. Robert Lugar. Die Aussagen des Umweltministers jetzt noch vehementer gegen Atomkraft in Europa vorgehen zu wollen, seien ein Hohn. In den vergangenen Jahrzehnten haben ÖVP-Umweltminister jedes Jahr mehr Atomstrom nach Österreich importiert. Statt der Ablehnung der Atomkraft auch dadurch Ausdruck zu verleihen, dass die heimischen Ressourcen genutzt werden, um den Strombedarf im eigenen Land zu decken, importiert Berlakovich weiter fleißig Atomstrom.

Auch der vom Umweltminister geforderte Stresstest würde nur bei vorhersehbaren Ereignissen wirksam werden, nicht jedoch bei Naturkatstrophen wie aktuell in Japan. "Sicher ist nur, dass bei Atomkraftwerken eine 100-prozenitge Sicherheit unmöglich ist. Wenn ein hoch technisiertes Land wie Japan mit diesen Risiken nicht fertig wird, wie sollen das dann bei allem Respekt Länder wie Tschechien und Ungar bewerkstelligen?", gibt der BZÖ-Umweltsprecher zu bedenken. Berlakovich solle keine Sonntagsreden halten, sondern die erneuerbaren Energien in Österreich ausbauen und endlich komplett auf Atomstrom verzichten. "Das müsste ein Umweltminister tun, der diesen Namen auch wirklich verdient", so Lugar.

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