Nikolaus Prinz: Minister Stöger verkauft Parteipolitik unter dem Deckmantel "Tierschutz"

ÖVP-Abg. verweist auf Tierleid bei hunderttausenden getöteten Ferkeln durch Stöger-Verordnung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Bei der Novelle zur Änderung der Tierhalteverordnung, wie sie von Gesundheitsminister Alois Stöger in Begutachtung geschickt wurde, geht es keineswegs um die Verbesserung des Tierschutzes, sondern einzig und allein um die Durchsetzung parteipolitischer Interessen am Rücken der Bauern, zeigte sich heute, Montag, der ÖVP-Abgeordnete Nikolaus Prinz enttäuscht. "Von Minister Stöger, der ja selber aus dem ländlichen Raum kommt und von dem man erwarten könnte, dass er die Praktiken in der Landwirtschaft einigermaßen kennt und versteht, hätte ich mir mehr Verständnis für die Arbeit der Bauern erhofft", so Prinz. ****

"Es geht bei dieser Materie um Existenzen - sowohl die der kleinen Ferkel als auch um den Erhalt vieler landwirtschaftlicher Betriebe", verweist Prinz etwa auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die von einem massiven Anstieg der Ferkelverluste durch die Stöger-Verordnung ausgehen. Experten schätzen, dass bis zu 500.000 Ferkel qualvoll von den Muttersauen getötet werden könnten. "So viel zum Deckmäntelchen Tierschutz, das sich der Gesundheitsminister da umhängen will", kritisiert der ÖVP-Abgeordnete.

Neben dem Tierleid gefährdet der Stöger-Entwurf aber auch zahlreiche kleinbäuerliche Betriebe und regionale Arbeitsplätze in Stalleinreichungsbetrieben, in Schlachthöfen, in der Verarbeitung oder bei Futtermittelerzeugern. "Gerade in der Schweinehaltung wurde in den letzten Jahren durch die Umstellung auf Gruppenhaltung sehr viel investiert. Ein neuerlicher Investitionsbedarf ist daher bei diesen Betrieben nicht mehr drin", warnt Prinz vor einem Rückgang der Zuchtsauenhaltung in Österreich. "Als Gesundheitsminister darf Alois Stöger ein Anstieg des Imports von Fleisch, das nicht den heimischen Qualitätskriterien entspricht, nicht egal sein", hofft der ÖVP-Abgeordnete dennoch auf ein Einlenken und die Dialogbereitschaft des Ministers nach der Begutachtungsphase.
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