GLOBAL 2000: BM Berlakovich gegen AKW Mochovce können Sie etwas unternehmen!

UmweltschützerInnen fordern Taten statt leerer Worte - Risikoreaktor Mochovce kann verhindert werden

Wien (OTS) - In Japan entwickelt sich die nukleare Katastrophe
immer weiter: Heute kam es zu einer weiteren Wasserstoffexplosion im dritten Reaktorblock des havarierten AKW Fukushima, wieder wurde radioaktiver Dampf in die Umgebung freigesetzt.
"Das nukleareDesaster in Japan zeigt auf furchtbarste Weise, wie anfällig und unbeherrschbar die Hochrisikotechnologie Atomkraft ist. Im Gegensatz zum japanischen AKW hat das nahe an der österreichischen Grenze liegende Kraftwerk Mochovce noch nicht einmal eine Schutzhülle, ein so genanntes Containment. Minister Berlakovich muss gegen diese Gefahr an Österreichs Grenze endlich tätig werden", fasst Dr. Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000, die Lage zusammen.

Ztl.: Atomkraftwerke sind tickende Zeitbomben
Nicht nur bei Erdbeben oder in sowjetischen Reaktoren, wie vor 25 Jahren in Tschernobyl, sondern auch im alltäglichen 'Normalbetrieb' sind Atomkraftwerke tickende Zeitbomben. 2006 kam es in Schweden im AKW Forsmark wegen der Verkettung von mehreren Notsystemausfällen beinahe zur Kernschmelze, lediglich sieben Minuten vor dem endgültigen Kontrollverlust konnte die Katastrophe verhindert werden. "Wir Umwelt-NGOs - GLOBAL 2000 zusammen mit Friends of the Earth Europe, Greenpeace International und Slowakei und anderen - haben es geschafft, die Slowakei wegen Rechtsbrüchen beim Bau des völlig veralteten AKW Mochovce vor den Vereinten Nationen zu verklagen und auch eine Verurteilung zu erreichen", berichtet Uhrig. Umweltminister Berlakovich blieb selbst untätig. Lediglich einen Brief schickte er an die EU-Kommission. Ob er darauf eine Antwort erhalten habe, wusste man im Umweltministerium auf Nachfrage von GLOBAL 2000 nicht.

Ztl.: BM Berlakovich, werden Sie aktiv
"Wir sind gerade dabei, die Kommission von einem Vertragsverletzungsverfahren gegen die Slowakei zu überzeugen, und die Chancen stehen gut. Unser so genannter Umweltminister macht zwar medial eine anti-atomare Miene, aber Aktivitäten gegen den Neubau von Hochrisikoreaktoren vor unserer Haustür setzt er keine", fasst Uhrig zusammen. "Herr Minister, werden Sie endlich aktiv. Ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Slowakei ist rechtlich möglich und aufgrund der Situation geboten!", so Uhrig.

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