Glawischnig zu Berlakovich: Wer EU-Klimaschutzmaßnahmen blockiert, stützt internationale Atomindustrie

Brunner: Internationaler Atomausstieg überfällig

Wien (OTS) - "Angesichts der besorgniserregenden Situation nach
dem Erdbeben in Japan, dem drohenden Super-GAU im AKW Fukushima, sind die neuerlichen Sonntagsreden des österreichischen Umweltministers erschreckend", sagt Grünen-Chefin Eva Glawischnig nach der heutigen ORF-Pressestunde. Den Ausstieg aus der Atomkraft zu fordern und gleichzeitig beim Ausbau von erneuerbarer Energie in Europa hinterherzuhinken, stehe im eklatanten Widerspruch. Die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner ergänzt: "Berlakovich blockiert und bremst immer wieder bei EU-weiten Klimaschutzmaßnahmen und spricht in heimischen Sonntagsreden von Österreichs Vorreiter-Rolle in Sachen erneuerbare Energien. Das ist schlicht falsch." Wer gegen Atomkraft ist, muss sich stärker für Alternativen einsetzen.

"Solange ein früherer ÖVP-Kanzler und Noch-Abgeordneter im Aufsichtsrat des Atomriesen RWE sitzt, Wolfgang Schüssel, der sich massiv und leider erfolgreich gegen den Atom-Ausstiegs Deutschlands durchgesetzt hat, hat die Volkspartei ein massives Glaubwürdigkeitsproblem in der Anti-Atompolitik", betont die Grüne Klubobfrau Glawischnig. Die Grünen sehen einen EU- und schließlich weltweiten Ausstieg aus der Atomkraft für überfällig und unumgänglich. "Wir werden am Montag einen entsprechenden Aktionsplan präsentieren", kündigen Glawischnig und Brunner an.

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