FPÖ: Winter: Nach arabischen Revolutionen kommt Hass auf Christen

In Ägypten schießen Soldaten auf Christen, während muslimische Terroristen freigelassen werden

Wien (OTS) - "Aus dem arabischen Völkerfrühling gegen Despoten wird ein islamistischer Hassfrühling gegen religiöse Minderheiten", zeigt sich die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dr. Susanne Winter über die zunehmenden Übergriffe auf koptische Christen und Kirchen in Ägypten sowie anderen arabischen Ländern besorgt.

Abseits der Medienaufmerksamkeit, die sich wohlwollend auf den Sturz des Diktators Hosni Mubarak konzentriert hatte, kam es in den letzten Tagen vermehrt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen. In der Hauptstadt Kairo wurden 13 Menschen getötet und über 100 verletzt, als koptische Bewohner bei einem Sitzstreik von Islamisten angegriffen wurden. Zuvor zerstörten Muslime die koptische Kirche der Heiligen Mina und Georg in der Ortschaft Soul Atfif.

Für besonders bedenklich hält die Abgeordnete die Rolle der Militärregierung, die laut Pressemeldungen Soldaten auf die christliche Minderheit schießen ließ. Auf der anderen Seite würden Mitglieder der islamistischen Untergrundgruppe "Islamischer Dschihad" freigelassen, die 1981 an dem Mord am ägyptischen Präsidenten Anwar el Sadat beteiligt waren.

"Es ist allzu verständlich, dass viele Kopten angesichts dieser religiösen Unruhen kaum Euphorie für die Zukunft nach dem Umsturz in Ägypten verspüren. Gerade auch, weil die Übergangsregierung keine Signale für die Religionsfreiheit aussendet, sondern das Misstrauen und die Konflikte zwischen Christen und Muslimen noch schürt. Auf dem Weg zur Demokratie in Ägypten müssen aber auch die Rechte der religiösen Minderheiten anerkannt werden", fordert Winter.

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