ÖSTERREICH: So erlebte Opern-Chef Seiji Ozawa das Beben

Der japanische Chefdirigent musste bei einer Rede vor den Erdstößen flüchten - Für den Heimweg brauchte er statt 20 Minuten sieben Stunden.

Tokio, Wien. (OTS) - In einem Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntags-Ausgabe) schildert der Ex-Musikchef der Wiener Staatsoper Seiji Ozawa (75), wie er das katastrophale Mega-Erdbeben in Tokio erlebte.

"Ich hielt gerade eine Rede - da passierte es. Die Erde bebte, erst einmal, dann ein zweites Mal. Wir mussten aus dem Gebäude hinaus. Und ich wollte so schnell wie möglich nach Hause. Diese Strecke legt man normalerweise mit dem Zug in 20 Minuten zurück. Ich war dann mit dem Auto sieben Stunden unterwegs."

In der Folge schildert der auch in Österreich überaus geschätzte japanische Dirigent, der sich nach einer Krebserkrankung und Wirbelsäulenoperation in seinem Heimatland auskuriert, die bangen Stunden nach dem Beben. Seiji Ozawa zu ÖSTERREICH: "Alle wollten so schnell wie möglich nach Hause, aber es gab kein Weiterkommen mehr. Es war eine echte Paniksituation."

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