Verwaltungskooperation als Weg in die Zukunft

Soziale Betriebshilfe: Sozialversicherung der Bauern und Maschinenring vereinfachen Meldevorgang von landwirtschaftlichen Zusatzeinkommen

Wien (OTS) - Erstmals in der Geschichte des österreichischen Verwaltungswesens kommt es zu einer Kooperation zwischen einer privaten Organisation und einer Verwaltungseinrichtung.

"Wir sind mit dem Ziel angetreten, unseren Mitgliedern bürokratische Erleichterungen und Zeitersparnis zu verschaffen und dadurch unter anderem die Soziale Betriebshilfe für engagierte Landwirte noch attraktiver zu gestalten", umreißt Hans Peter Werderitsch, Maschinenring-Bundesobmann, die Intention hinter der Kooperation im Bereich der Leistungsmeldungen zwischen der Sozialversicherung der Bauern und dem Maschinenring.

Arbeitet ein Landwirt in der Sozialen Betriebshilfe, beim Leitungsfreischneiden oder Rübenschätzen, so wird die Leistungsmeldung dieser Tätigkeiten ab dem Versicherungsjahr 2010 an die Sozialversicherung direkt vom Maschinenring durchgeführt. Der Meldevorgang wird dadurch für Dienstleister deutlich vereinfacht und zugleich entsteht daraus eine versicherungstechnische sowie rechtliche Absicherung. Wenn es beispielsweise darum geht, im Rahmen der Sozialen Betriebshilfe schnell und wirksam bei Notfällen zu helfen, dann sind administrative Tätigkeiten das Letzte, woran engagierte Landwirte denken. Damit diese Dienstleister dennoch mit Beginn ihrer Hilfestellung auf fremden bäuerlichen Betrieben versichert sind, übernimmt der Maschinenring neben der Vermittlung von Arbeitseinsätzen in Notsituationen auch gleich sämtliche bürokratische Formalitäten für jene Landwirte, die helfen. Das Maschinenring-Mitglied kann sich auf die ordnungsgemäße Durchführung verlassen und muss nicht mehr selbst bis zum 30. April des Folgejahres die gesetzlich verpflichtende Einnahmenmeldung aus diesen Nebentätigkeiten durchführen.

Die Sozialversicherung der Bauern wiederum profitiert von einer Verbesserung der Qualität der bereitgestellten Daten, da die Leistungsmeldungen gesammelt und geprüft in einem Stück an sie übergeben werden. "Unvollständige oder manchmal fehlerhafte Individualmeldungen, die wir früher in zeitintensiven Prozessen vervollständigen mussten, gehören damit der Vergangenheit an", freut sich Mag. Franz Ledermüller, der Generaldirektor der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Mit Zufriedenheit stellt der Obmann der SVB Abg. z. NR Karl Donabauer fest: "Dies ist eine sinnvolle Zusammenarbeit, wo beide Partner ihre Vorleistung erbringen, damit die notwendige Hilfestellung sichergestellt und jedenfalls erfolgen kann."

Grundlage für diese einmalige Kooperation bildet eine Übereinkunft zwischen der Sozialversicherung der Bauern und dem Maschinenring vom Juli 2009 mit dem Hintergrund, vor allem die Dienstleister im Bereich der Sozialen Betriebshilfe besser abzusichern und bürokratisch zu entlasten. Jetzt, gut eineinhalb Jahre später konnten erstmals die vollständigen Daten eines Versicherungsjahres an die Sozialversicherung übergeben werden. "Mit rund 14.000 Datensätzen wurden die hoch gesteckten Erwartungen bei weitem übertroffen", betont Dr. Matthias Thaler, Geschäftsführer des Maschinenring Österreich, anlässlich der formellen Übergabe der Daten an die Vertreter der Sozialversicherung der Bauern. "Wir werden jetzt erst einmal die Erfahrungen aus dem ersten Jahr evaluieren und versuchen, das System zu optimieren. Alles in allem wurde damit auf alle Fälle ein Meilenstein für die Zusammenarbeit mit der Sozialversicherungsanstalt der Bauern und der Verwaltungsvereinfachung für die Landwirte gesetzt, an dem auch in den nächsten Jahren angeknüpft werden soll", so Thaler abschließend.

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Mag. Heidemarie Magdihs
Maschinenring Österreich
Franz Josefs-Kai 1, 1010 Wien
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