"Menschenhandel und Zwangsprostitution entmenschlichen"

Katholische Organisationen wollen junge Frauen aus osteuropäischen Ländern aus ihrer Zwangssituation befreien

Wien (OTS) - Wien, 07.03.11 (PEW) "Menschenhandel und Zwangsprostitution entmenschlichen", betonte Sr. Silke-Andrea Mallmann, die als Pädagogin und Psychologin die Beratungs- und Betreuungsstelle "Talitha" der Kärntner Caritas leitet, bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Katholischen Jugend der Erzdiözese Wien, der Salvatorianerinnen und der österreichischen bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden ("Iustitia et Pax") in Wien. Die katholischen Organisationen wollen sich gemeinsam gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution stark machen und die jungen Frauen, vor allem aus osteuropäischen Ländern, aus ihrer Zwangssituation befreien. Die Veranstaltung wurde bewusst im Vorfeld des "Internationalen Frauentags" angesetzt.

Die psychologischen Folgen von Verschleppung, Drohungen und Gewalt seien schwer abschätzbar, sagte Sr. Mallmann: "Manche Frauen sind stark und können das verarbeiten. Andere zerbrechen daran und brauchen Hilfe beim Wiedereinstieg in ein geregeltes Leben". Hier setzt die Betreuungsstelle "Talitha" an, die Unterstützung durch Schutzwohnungen und Rechtsberatung bietet. Sr. Mallmann machte darauf aufmerksam, dass meist solche junge Frauen Opfer von Menschenhandel werden, die in Armut leben oder ihre Familie unterstützen wollen. Es gebe aber auch gebildete Frauen, die "gezielt getäuscht" werden. Eine gängige Methode sei das Anwerben durch Verwandte oder Bekannte für "angeblich attraktive Jobs" im Ausland.

Bei der Veranstaltung berichteten auch Vertreterinnen der Internationalen Organisation für Migration (IMO) sowie des Vereins "Exit". Menschenhandel sei, so die Angaben der Expertinnen, die drittgrößte Einnahmequelle des organisierten Verbrechens nach Waffen-und Drogenhandel. Der Jahresumsatz werde auf 32 Milliarden Dollar geschätzt (Infos: Saskia Bellem, Tel. 01/515 52-3390, E-Mail:
s.bellem@katholische-jugend.at). (forts mgl)

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