Zigarettenschmuggel: Kirchgatterer will schärfere Zollkontrollen

Wien (OTS/SK) - Vor wenigen Wochen wurde in Polen eine illegale Zigarettenfabrik ausgehoben. Dabei wurden 50 Tonnen Tabak sowie fünf Millionen Zigaretten sichergestellt. Für den Welser SPÖ-Abgeordneten Franz Kirchgatterer ein Alarmzeichen. "Noch immer gelingt es nicht, die organisierte Kriminalität im Bereich des Zigarettenschmuggels einzudämmen", so Kirchgatterer am Montag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Dieser Vorfall verlangt nach mehr Aufmerksamkeit im Bereich des Zollwesens. Gegen groß angelegten Schmuggel muss vehementer vorgegangen werden", bringt Kirchgatterer die Wichtigkeit des Themas auf den Punkt. "Ich appelliere daher an Finanzminister Pröll, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Staat vor diesen großen Steuerverlusten zu schützen." Betroffen von den Auswirkungen des Schmuggels sind aber auch die österreichischen Tabak-Trafiken, die unter Umsatzeinbußen leiden. Das Einzelhandelsmonopol sieht die Vergabe von Trafiken für Menschen mit Beeinträchtigungen vor. Dieser Personenkreis hätte am Arbeitsmarkt sonst kaum eine Chance.

Zwischen 2004 und 2008 schnellten EU-weite Aufgriffe an Fälschungen um das Doppelte in die Höhe. Fast jede fünfte Zigarette ist Schmuggelware. Den westeuropäischen Staaten entgehen somit große Summen an Steuermitteln und der Konsument weiß nicht, welche Inhaltsstoffe in den Zigaretten verarbeitet wurden, die ohne Rücksicht auf Verbraucherschutzvorschriften produziert werden. (Schluss) tg/mp

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