Frauengesundheitsbericht - Stöger: Gesundheitsversorgung muss Bedacht auf geschlechtsspezifische Unterschiede nehmen

Sensibilität für Frauengesundheit erhöhen - Weitere Berichte zu Kinder- und Seniorengesundheit geplant

Wien (OTS/SK) - Eine gute Gesundheitsversorgung muss auf geschlechtsspezifische Unterschiede Bezug nehmen. Das sagte Gesundheitsminister Alois Stöger am Montag bei der Präsentation des Österreichischen Frauengesundheitsberichts 2010/2011. "Der Frauengesundheitsbericht schärft den Blick für die spezifische gesundheitliche Situation von Frauen. Auf diese Aspekte Bedacht zu nehmen ist ganz klar die Politik dieser Bundesregierung", betonte Stöger. Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Berichts ist, dass soziale Faktoren wie Bildung großen Einfluss auf die Gesundheit von Frauen haben. ****

Es sei "wichtig, die Sensibilität in diesem Bereich durch mediale Berichterstattung und wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas zu erhöhen", erklärte der Minister. "Wir wissen, dass Frauen und Männer unterschiedliche Gesundheitsrisiken haben. Das betrifft nicht nur die Therapie, sondern auch Prävention und Diagnose", so Stöger. Dass Frauen unter 50 Jahren ein doppelt so hohes Risiko hätten, an einem Herzinfarkt zu sterben als Männer, sei nur ein Beispiel von vielen, die die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Gesundheit belegen. Auch bei Arzneimitteln werden diese Unterschiede berücksichtigt: Vor der Zulassung eines Medikaments sei etwa ein Bericht über die Wirkung auf die Geschlechter zu erstatten, erläuterte Stöger.

Nach den Frauen legt der Gesundheitsminister den Fokus in nächster Zukunft auf zwei weitere Zielgruppen. So wird es zwei weitere Berichte geben - im Sommer einen zur Kindergesundheit und 2012 wird der Seniorengesundheitsbericht präsentiert.

Die Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrums Graz, Sylvia Groth, und Martha Scholz vom Frauengesundheitszentrum Wels - beide waren maßgeblich an der Erstellung des Berichts beteiligt -präsentierten die Erkenntnisse des 600 Seiten umfassenden dritten Frauengesundheitsberichts. Er berücksichtigt demografische Daten, die spezifischen Bedürfnisse von Frauen und deren Lebensumstände. Der Bericht enthält auch Handlungsempfehlungen für die Politik und ist damit Grundlage für zukünftige Strategien in der Frauengesundheitspolitik.

Der gesamte Bericht steht unter
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rauengesundheitsbericht.pdf zum Download zur Verfügung. (Schluss) bj/pl

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