Korun zu Abschiebung: Asylantrag von Tschetschenin in Österreich behandeln

Grüne fordern Stopp der Abschiebung - Antrag kann nach Dublin hier behandelt werden

Wien (OTS) - "Die Innenministerin lernt offensichtlich nichts aus ihren Fehlern. Wenn man für die Feststellung, welches Land für Asyl zuständig ist, mehrere Jahre braucht, wie im heute erneut bekannt gewordenen Fall, sollte man die betroffene, psychisch massiv erkrankte Frau nicht in regelmäßigen Abständen sinnlosen und unmenschlichen Abschiebeversuchen unterziehen, sondern ihren Asylantrag endlich hier behandeln", kritisiert Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen. Heute ist bekannt geworden, dass die im "Freunde-Schützen-Haus" untergebrachte Tschetschenin mit ihren beiden Söhnen abgeschoben werden soll. Fekters Gesetze produzieren laufend unermessliches menschliches Leid und lösen kein einziges Problem.

Die Frau aus Tschetschenien mit massivsten psychischen Problemen sollte im Dezember 2010 nach Polen abgeschoben werden, erinnert Korun. Weil die Frau während der 'Amtshandlung' zusammenbrach, musste die geplante Abschiebung abgebrochen werden. Nun, drei Monate später, probiert es Fekters Fremdenpolizei ohne Rücksicht auf Verluste erneut. "Obwohl Österreich den Asylantrag der Frau und ihrer beiden Söhne behandeln könnte. Diese Möglichkeit sieht sogar das viel kritisierte Dublin-Übereinkommen vor", erläutert Korun.

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