FPÖ-Gartelgruber: 100. Frauentag - Nicht nur reden, sondern auch handeln!

Frauenpolitik in Österreich geht auch am 100. Frauentag meilenweit an den Bedürfnissen der Frauen vorbei

Wien (OTS) - "In der Frauenpolitik ist Frauenministerin Heinisch-Hosek nur eine Erfüllungsgehilfin der EU. Frauenquoten und Einkommenstransparenz als Meilensteine zu verkaufen, ist reiner Populismus. Ich fordere die Frauenministerin auf, sich endlich mit den wirklichen Problemen der österreichischen Frauen zu beschäftigen", erklärt die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber anlässlich des 100. Weltfrauentages.

Frauen wollen nicht nur als Arbeitskraft definiert werden - eine Frauenministerin, die die Frau als Mutter nicht ernst nehme, sei deswegen völlig fehl am Platz. "Auch wenn das Wort Wahlfreiheit schon etwas abgenützt wirkt, so ist es doch mehr als notwendig, sich wieder darauf zu beziehen. Es gibt verschiede Lebenszyklen, und hier brauchen Frauen das Wissen, dass keine ihrer Entscheidungen weniger wertgeschätzt werden, wie es zurzeit geschieht", meint Gartelgruber. Der momentane Weg der SPÖ in der Frauenpolitik erinnere an die ehemalige DDR, wo es auch Ziel war, Frauen nach der Entbindung so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsprozess einzubinden und die Kinder von klein auf in staatlichen Einrichtungen zu braven, unmündigen Bürger zu erziehen. Dieser Weg sei schon einmal gescheitert und im Jahr 2011 mehr als überholt!

"Die aktuelle Debatte über Frauenquoten in Aufsichtsräten ist völlig entbehrlich. Eine derartige Quote hilft nur einer kleinen Minderheit der Frauen, die bereits jetzt zu den Topverdienern in Österreich zählen", erklärt Gartelgruber. Seit Norwegen die Frauenquote im Verwaltungsrat von börsennotierten Unternehmen eingeführt habe, seien diese Posten von einer kleinen Anzahl Frauen, die meist mehrere Sitze in verschiedenen Verwaltungsräten innehaben, kumuliert worden; diese Frauen würden "Goldröcke" genannt. "Interessant ist dabei, dass viele dieser Goldröcke ehemalige Politikerinnen sind, denen so ihr Abschied aus der Politik versüßt wird. Es steht zu befürchten, dass es in Österreich bei Einführung einer Frauenquote in Aufsichtsräten zu einer ähnlichen Entwicklung kommt", verweist Gartelgruber auf die schlechten Erfahrungen in Norwegen. Außerdem sei Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bereits bisher eher durch die Förderung verdienter Genossinnen denn durch die Unterstützung normaler Österreicherinnen aufgefallen. So habe die SPÖ-nahe Politikwissenschafterin Eva Kreisky für einen 38 Seiten dünnen Beitrag zum Frauenbericht stolze 28.500 Euro Entlohnung erhalten. "Was kommt als nächstes? Soll über eine Frauenquote braven roten Parteigängerinnen ein zusätzliches Einkommen beschert werden", fragt Gartelgruber. Für die vielen Frauen, die täglich hart ihr Geld in Teilzeitjobs verdienen müssten, brächte diese Regelung jedenfalls keine Verbesserung. "Das wird der gleiche Unfug, wie die kürzlich beschlossene Gehaltsoffenlegung der Unternehmen", verweist Gartelgruber auf das unsinnige neue Gesetz, das ebenfalls keine Verbesserung für Frauen bringe.

"Dort wo Frauen wirklich benachteiligt sind, müssen wir ansetzen. Bei den unterbezahlten Pflegekräften, bei den Teilzeitjobs und bei den vielen Frauen, die mühsam versuchen Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Dort gibt es wirklich viel zu tun, es interessiert die Rot-Schwarze Regierung nur nicht", ist Gartelgruber über die Untätigkeit und den Unwillen der Regierung, Frauen wirklich zu helfen, empört. In vielen Bereichen würden Frauen unglaublich wertvolle Arbeit leisten, die von der Politik leider nicht honoriert würde.

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