Den Gurker Dom schmückt bald wieder berühmtes Fastentuch

Mit Aufziehen von Fastentüchern und Verteilung von Aschenkreuzen beginnt in den Kirchen 40-tägige Fastenzeit

Klagenfurt-Wien, 07.03.11 (KAP) Mit dem Aufziehen des berühmten gotischen Fastentuchs aus dem Jahr 1458 während der Aschermittwochsliturgie beginnt im Gurker Dom wieder die Fastenzeit. Auch in den anderen katholischen Kirchen in Österreich markiert die Verhüllung bildlicher Darstellungen Jesu - meist des Kruzifixes -und die Verteilung von Aschenkreuzen den traditionellen Beginn der 40-tägigen Vorbereitungszeit auf das wichtigste christliche Fest:
Ostern. Das Fastentuch von Gurk zählt zu den bedeutendsten europäischen Zeugnissen mittelalterlicher Malkunst. Das Werk von Meister Konrad aus Friesach ist auch das größte und älteste Fastentuch Kärntens.

Fastentücher gehören zu den ältesten Zeugnissen von Glaube, Kultur und Brauchtum. Die fast ein Jahrtausend alte Tradition geht auf den jüdischen Tempelvorhang zurück, der im Neuen Testament im Zusammenhang mit dem Kreuzestod Jesu mehrfach erwähnt wird. Ursprünglicher Zweck war die Verhüllung, gleichsam ein "Fasten der Augen". In Kärnten hat sich mit rund 40 Tüchern eine besondere Tradition und Vielfalt erhalten.

Ein Beispiel dafür, wie lebendig eine alte Tradition auch in der Gegenwart sein kann, ist das Schwechater Fastentuch: Künstler Max Rauch gestaltete heuer zum bereits 11. Mal ein riesiges Fastentuch, in dessen Entstehung die gesamte Pfarrgemeinde eingebunden war.

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