Grüne Wien/Wurzer zum Frauentag: "Zum 100. Mal: Es ist nicht genug!

Wien (OTS) - "Österreich ist ein feministisches Entwicklungsland. Das bestätigen alle Gleichstellungsrankings. Die bisher gesetzten Schritte für mehr Gleichstellung zwischen Frauen und Männern sind nicht genug", betont die Frauensprecherin der Grünen Wien, Martina Wurzer, anlässlich des morgigen Frauentages.

Laut aktuellen Untersuchungen der Arbeiterkammern sitzt auf zehn Aufsichtsratsstühlen nur eine Frau. Wurzer: "Die freiwillige Selbstregulierung der Unternehmen funktioniert nur für den Machterhalt männlicher Eliten. Die Potentiale von Frauen bleiben ungenützt." Diese Situation soll mit den Grünen in der Stadtregierung geändert werden: Bis zum Jahr 2018 wird eine verpflichtende Frauenquote von 40% in Aufsichtsräten von Unternehmen im mehrheitlichen Eigentum der Stadt Wien und stadtnahen Unternehmen stufenweise umgesetzt. Bis zum Jahr 2013 soll eine Frauenquote von 25 Prozent erreicht werden.

Frauen am Arbeitsmarkt kämpfen nach wie vor gegen schlechte Bezahlung, Unterbewertung ihrer Arbeit, "gläserne Decken", Einkommensdiskriminierung, steigende Arbeitslosigkeit, nicht existenz-sichernde Teilzeitarbeit, Unvereinbarkeit von Beruf und Familie, etc. Monika Vana, arbeitsmarkt-politische Sprecherin der Grünen Wien: "Das Ausbildungsniveau der Frauen muss sich endlich auch am Arbeitsmarkt bezahlt machen. Existenzsichernde Einkommen und Chancengleichheit am Arbeitsmarkt sind das Gebot der Stunde. Die rot-grüne Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt zu verbessern mit einer Ausweitung der Koppelung der Auftragsvergabe, Verbesserung des Gender Budgeting und mit einer Verstärkung der Frauenförderung am Wiener Arbeitsmarkt.

Sexistische Werbung wirkt sich negativ auf Rollenbilder aus. Die ständige Reproduktion von herab-würdigenden und geschlechterhierarchisierenden Bildern von Frauen (und Männern) steht der Gleichstellung entgegen. Bislang kontrolliert sich die Wirtschaft ohne Erfolg selbst. Rot-Grün setzt in Wien ein Zeichen gegen sexistische Werbung mit der Einrichtung einer Wiener Watch-Group zur Entwicklung von Richtlinien für sexismusfreie Medienarbeit. Wurzer:
"Es muss selbstverständlich werden, dass mit Frauenfeindlichkeit kein Geld gemacht werden darf. Die Würde von Frauen zu verletzen ist weder ein Kavaliersdelikt noch gesellschaftlicher Konsens".

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