GPA-djp-Fetik: "Armut macht krank - Frauen brauchen gesunde Arbeitsbedingungen!"

Mindestlohn von 1300 Euro, Anerkennung von psychischen Erkrankungen als Berufskrankheit

Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) "100 Jahre Frauentag sind leider kein Anlass zum Jubeln", betont die Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Ilse Fetik. Auch wenn das intensive Bemühen, für die Gleichberechtigung von Frauen zu sorgen, natürlich auch viele Erfolge gebracht habe, seien manche der vor hundert Jahren gestellten Forderungen noch heute aktuell: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - die Einkommensschere beweist uns, dass der Handlungsbedarf in Österreich immer noch riesengroß ist", so Fetik. Die seit Anfang März verpflichtende Einkommenstransparenz sei ein Schritt in die richtige Richtung, dem noch viele folgen müssten: "Die GPA-djp fordert ein Mindesteinkommen von 1300 Euro, wie wir es in einigen Branchen leider noch immer nicht erreicht haben."++++

Berufstätige Frauen sind zudem zahlreichen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt, erklärt Fetik, warum die GPA-djp das Jubiläum 100 Jahre Frauentag dem Thema Gesundheit am Arbeitsplatz widmen. "Im Bemühen um den Ausbau der betrieblichen Gesundheitsvorsorge ist schon einiges gelungen, dieses Thema bleibt auf unserer Agenda aber ganz oben", so Fetik, eine zentrale Forderung sei die Anerkennung von psychischen Erkrankungen als Berufskrankheit: "Stress, niedrige Einkommen und Mehrfachbelastungen, wie der Haushalt und die Kinderbetreuung, die viele berufstätige Frauen miterledigen, sind nur einige der Faktoren, die Auswirkungen auf Körper und Psyche haben. Burn-out ist längst keine Manager-Krankheit mehr." Das Karenzgeld neu oder auch die Kampagne "Echte Männer gehen in Karenz" von Ministerin Heinisch-Hosek seien begrüßenswerte Initiativen, es brauche aber vor allem auch einen Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Frauen weniger Stress mache, so Fetik abschließend: "Es gibt noch viel zu tun! Wir werden auch die nächsten 100 Jahre keine Ruhe geben, wenn es um die Gleichberechtigung von Frauen geht."

Rückfragen & Kontakt:

Litsa Kalaitzis
Gewerkschaft der Privatangestellten,
Druck, Journalismus, Papier
Pressesprecherin
Alfred-Dallinger-Platz 1
1034 Wien
Tel.: 05 0301-21553
Mobil.: +43 676 817 111 553
Email: litsa.kalaitzis@gpa-djp.at
Internet: www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002