NÖGKK: Plus für 2010

Obmann Hutter: Finanzielle Stabilität für hohes Leistungsniveau

St. Pölten (OTS) - Von einem Millionen-Minus im Jahr 2008 über eine schwarze Null zu einem Plus von voraussichtlich 13 Millionen Euro im Jahr 2010 - die finanzielle Situation der NÖ Gebietskrankenkasse ist Dank umsichtiger Politik von Gesundheitsminister Stöger und restriktiver Kostendämpfungsmaßnahmen der Kasse wieder stabil.

Allerdings musste die Generalversammlung am 7. März für das Jahr 2011 ein voraussichtliches Minus veranschlagen: Denn so wichtig und richtig das Kassensanierungspaket ist, reicht es aus derzeitiger Sicht nicht für eine langfristig positive Gebarung; vor allem auch, weil die Dotierung des Kassenstrukturfonds vom Bund um fast zwei Drittel gekürzt wurde. Denn der medizinische Fortschritt und neue wissenschaftliche Erkenntnisse helfen Leben zu retten und zu verlängern, gehen aber naturgemäß ins Geld. "Krankheiten, die früher nicht therapierbar waren, sind heute zum Teil unter hohen Kosten behandelbar - eine Entwicklung, die überaus erfreulich ist. Aber unsere Beitragsentwicklung, die an die Löhne und Gehälter der Versicherten gekoppelt ist, bleibt dahinter zurück", erläutert NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter. "Konkret steht 2011 der Ausgabensteigerung für Leistungen von 79 Millionen auf der Beitragsseite nur ein Plus von 42 Mio. Euro gegenüber - das kann sich nicht ausgehen."

Die drei größten Budgetposten des Voranschlages 2011 sind die Spitalskosten mit 483 Mio. Euro, die ärztliche Hilfe und gleichgestellten Leistungen mit 474 Mio. Euro sowie die Medikamente mit 436 Mio. Euro.

Hutter: "Ein Gebot der Stunde ist daher eine Spitalsreform mit einheitlichen Zielvorgaben und Abgleich der Schnittstellen zum ambulanten Bereich. Denn während bei den Ausgaben der Krankenkassen unsere Kostendämpfungsmaßnahmen greifen, haben wir derzeit bei unserem größten Budgetposten Spitalswesen keinerlei Steuerungs- oder Kontrollmöglichkeiten; dieser Bereich obliegt allein dem Land NÖ."

Hutter abschließend: "Es steht für mich außer Frage, dass nach dem Kassensanierungspaket die Spitäler dran sind, und zwar nach dem gleichen Prinzip: Einheitliche Zielvorgaben zur Kostendämpfung, ohne Verschlechterung für die Patienten. Wir haben vorgezeigt, dass es geht. Denn die finanzielle Stabilität eröffnet den Handlungsspielraum, damit der Patient im Mittelpunkt steht - und nicht nur das Geld."

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