FPK-Warmuth: Bundesregierung und Sozialpartner verabsäumen frauengerechte Lösungen

Klagenfurt (OTS) - Jahrelange Stagnation und keinerlei Umsetzungsstrategien ortet die FPK-Frauensprecherin LAbg. Wilma Warmuth in den Themen "Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie" und "Lohngerechtigkeit für Frauen" anlässlich des Internationalen Frauentages.

Es sei höchst an der Zeit, die Rahmenbedingungen für berufstätige Mütter zu verbessern, indem den Frauen endlich flexible Arbeitszeitmodelle, Berufswiedereinstiegschancen, Weiterbildung während der Karenzzeit und Betriebskinderbetreuung angeboten werden, so Warmuth. Daher sei es Aufgabe der Kärntner Wirtschaftskammer mit Präsidenten Franz Pacher im Rahmen ihres Bewerbes "familienfreundliche Unternehmen" die Kärntner Betriebe verstärkt zu diesem Konzept zu motivieren.

"Zum Thema "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" besteht seit Jahren absoluter Stillstand, zumal die Lohnungleichheiten zwischen Frauen und Männer immer noch bis zu 30% betragen! Zudem sei das Hostasch-Konzept für Betriebe über 1000 Mitarbeiter ein "zahnloser Tiger" und nicht für Kärntner Unternehmen anwendbar", kritisiert die FPK-Frauensprecherin. "Daher fordere ich zu diesen Bereichen einen Runden Tisch mit den Sozialpartnern Wirtschaftskammer und ÖGB, zudem die Frauenlandesrätin Beate Prettner einzuladen hat", betont die FPK-Frauensprecherin.

Handlungsbedarf sieht Warmuth auch in der Lebens- und Berufssituation für Frauen im Handel. Die enorm hohen Teilzeit- und Geringfügigkeits-Arbeitsverhältnisse sowie die ungünstigen Arbeitszeiten durch abrufbezogene Verfügbarkeit stellen die Alleinerzieherinnen und Familien vor große Probleme in der Kinderbetreuung. Es sei daher Aufgabe der jeweiligen Gemeinden die Öffnungszeiten ihrer Kinderbetreuungseinrichtungen den veränderten Arbeitszeiten der berufstätigen Eltern anzupassen, fordert Warmuth.

Enttäuscht zeigt sich Warmuth auch im Bereich der Umsetzung, jedem Bezirk gynäkologische Untersuchungen durch Kassenärztinnen zu gewähren. "Allein im Bezirk St. Veit hatten dafür 1.100 Frauen unterschrieben. Die im Kärntner Landtag eingebrachte Petition im November 2010 wurde jedoch bislang von der SPÖ-Ausschussobfrau Obex-Mischitz im Gesundheits- und Frauenausschuss noch nie behandelt. "Um die Ärztekammer, Gebietskrankenkasse und Bundesregierungsvertreter für die Lösung dieser Materie an einen Tisch zu bekommen, werden wir daher einen diesbezüglichen Fristsetzungsantrag an Obex-Mischitz stellen. Denn großartige Protestmärsche der SPÖ-Frauen sind reine Polemik, wenn darauf keinerlei Taten folgen", schließt Frauensprecherin Wilma Warmuth.

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