Fürntrath-Moretti: Bereits 38,7% Prozent der Unternehmen in weiblicher Hand

Erhöhung des Wochengeldes für Unternehmerinnen und flächendeckende flexible Kinderbetreuung gefordert

Wien (OTS/PWK152) - "Unternehmerinnen sind die treibende Kraft
in der Wirtschaft. Wir sind stolz darauf, dass aktuell 38,7 Prozent der heimischen Unternehmen in weiblicher Hand sind", zeigt sich Abg. z. NR Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende von "Frau in der Wirtschaft" (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich und Vertreterin der mehr als 120.000 aktiven Unternehmerinnen in Österreich, anlässlich des Internationalen Frauentages erfreut. Wie sehr Frauen aufgeholt haben, spiegelt auch der Anteil der weiblichen Unternehmensneugründungen wider: Hier lag der Frauenanteil 2010 bei 38,9 Prozent. Mit der neuen Berufsgruppe der selbständigen PersonenbetreuerInnen konnte sogar ein Frauenanteil von insgesamt 53,2 Prozent erreicht werden. Damit liegt Österreich unter den Top-Drei in Europa.

Zur aktuellen Diskussion über Quotenregelungen betont Fürntrath-Moretti: "Es ist wünschenswert, mehr Frauen in Aufsichtsratspositionen zu bekommen, Unternehmen sollen jedoch frei entscheiden können, wen sie einstellen und zwar nach Qualifikation, und nicht nach Geschlecht." Deshalb sei die Gesetzeskeule keine Lösung. Vielmehr müsse man bei Ursachen und nicht bei Symptomen ansetzen, so Fürntrath-Moretti: "Vor allem die fehlenden Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Karriere und Familie stellen für Frauen ein Problem dar. Frauen müssen daher zielgerichtet beim Einstieg ins Berufsleben sowie auf dem Weg nach oben gefördert werden."

Obwohl noch nie so viele Frauen in Österreich berufstätig und noch nie zuvor so viele Unternehmerinnen am Markt tätig waren, bleiben die Betreuungspflichten für Kinder oder die Pflege von Angehörigen nach wie vor zumeist "an Frauen hängen". "Frauen wollen nicht ständig hören, wie arm sie sind. Sie wollen konkrete Lösungen für konkrete Probleme. Was wir unbedingt brauchen, ist ein flexibleres, leistbares und flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen", bekräftigt Fürntrath-Moretti. Außerdem sei es längst an der Zeit, die Höhe des Wochengeldes für Unternehmerinnen an jenes der unselbstständig Beschäftigten anzugleichen.

Um Frauen den Weg in den Aufsichtsrat zu erleichtern, hat "Frau in der Wirtschaft" gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium (BMWFJ) und der Industriellenvereinigung (IV) das Programm "Zukunft-Frauen" ins Leben gerufen. Das Vermitteln von Know-how für künftige Aufsichtsrätinnen und eine Datenbank mit Kandidatinnen sorgen dafür, dass weibliches Wirtschafts-Know-how für die wichtigen Aufsichtsmandate gesichert ist. Die ersten Absolventinnen des Führungskräfteprogramms wurden bereits vergangene Woche vor den Vorhang gebeten. "Entscheidend ist es, qualifizierten Frauen durch solche Initiativen den Rücken zu stärken , ihr Selbstvertrauen zu wecken und sie optimal für Management- und Aufsichtsratspositionen vorzubereiten ", so Fürntrath-Moretti. (ES)

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