Gensoja - BZÖ Huber: Bayern handelt - Berlakovich schläft

"Gentechnikminister" Berlakovich soll sich ein Beispiel am bayerischen Landwirtschaftsminister Brunner nehmen

Wien (OTS) - "Es freut es mich, dass der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner Taten setzt und die Intensivierung der Forschung sowie eine Beratungs- und Informationsoffensive zum verstärkten Anbau und Einsatz heimischer Eiweißpflanzen fördert, um den Import von Sojaextraktionsschrot aus Übersee massiv zurückzufahren. Gentechnikminister Berlakovich soll sich ein Beispiel an seinem Amtskollegen nehmen und dafür Sorge tragen, dass die Futtermittelimporte nach Österreich endlich reduziert werden", fordert BZÖ-Agrar- und Entwicklungshilfesprecher Abg. Gerhard Huber. "97 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher und die heimischen Landwirte wollen keine gentechnisch verseuchten Lebensmittel. Die Menschen haben es satt, dass die ÖVP ein Importverbot von gentechnisch verseuchten Futtermitteln verhindert. Hier wird die Gesundheit der Konsumenten auf Kosten der Interessen von Großkonzernen gefährdet", kritisiert Huber. Das BZÖ stehe hier auf der Seite der Konsumenten und habe auch eine Bürgerpetition für ein Importverbot gestartet.

"Schluss mit der Lobbyistenpolitik der ÖVP und von Berlakovich, die tatenlos zusehen, wie mächtige Lebensmittelkonzerne jährlich über 600.000 Tonnen Gensoja aus Übersee importieren, das schlussendlich auf unseren Tellern landet. Schluss mit der Unterstützung von Großkonzernen, die dafür verantwortlich sind, dass täglich riesige Flächen des Regenwaldes Opfer von Brandrodung werden", verlangt der BZÖ-Agrarsprecher.

Nun müsse Berlakovich erklären, warum Bayern den Import von Sojaextraktionsschot aus Übersee von derzeit knapp 800.000 Tonnen zurückfahren will, Österreich aber weiterhin jährlich über 600.000 Tonnen Gen-Soja aus Übersee nach Österreich importiert, so Huber. Er werde den Umweltminister mit einer Anfragenserie konfrontieren, um den genauen Umfang der Importe von Gensoja aus Übersee aufdecken zu können.

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