Industrie zum Frauentag: Mit Freiwilligkeit und Verantwortung zu mehr Gleichstellung

IV-Präsident Sorger: Wollen und brauchen mehr Frauen in Industrie und Technik - Regulierungsmaßnahmen wie Quoten abzulehnen, Ausbau der Kinderbetreuung

Wien (OTS/PdI) - "Die österreichische Industrie ist sich ihrer Verantwortung in der Gleichstellungs- und Vereinbarkeitspolitik bewusst. Uns geht es darum, mit Freiwilligkeit und unternehmerischer Verantwortung zu mehr Gleichstellung zu kommen" betonte Dr. Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) anlässlich des 100. Frauentages. "Die Industrie lehnt allerdings Regulierungsmaßnahmen wie Quoten ab - denn Gleichstellung soll nicht zu Gleichmacherei werden." Zentral seien vielmehr die richtigen Rahmenbedingungen - daher sei ein Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen "ganz wesentlich".

Gleichstellung von Frauen und Männern sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien wichtige Anliegen und würden darüber hinaus helfen, den demografischen Wandel und damit die Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen. "Es geht um Gerechtigkeit, aber auch um wirtschaftliche Weitsicht. Wir dürfen das ökonomische Potenzial von Frauen nicht ungenutzt lassen", betonte der IV-Präsident.

Innovative Maßnahmen am Laufen, mehr Kinderbetreuungsplätze notwendig, Berufsauswahl optimieren

"Frauen- und Familienpolitik ist nicht zentral-staatlich regulierbar, sondern Ausdruck eines zukunftsorientierten gesellschaftlichen Prozesses. Dieser Prozess ist auch durch die Initiativen des Nationalen Aktionsplans für Gleichstellung bereits am Laufen." Zahlreiche Unternehmen leisten ihren Beitrag durch innovative Maßnahmen wie Mentoringprojekte oder Gender Mainstreaming unter den Führungspersonen. Die IV hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der WKÖ den Lehrgang "Zukunft.Frauen" initiiert - ein Führungskräfteprogramm, um mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. Überdies wurde Anfang März eine Datenbank geschaffen, die den Pool an Frauen, die potenzielle Aufsichtsrätinnen sind, widerspiegelt.

"Gesellschaftspolitische Anliegen lassen sich nicht von heute auf morgen realisieren" so Sorger. "Fakt ist, dass die Rahmenbedingungen wie ausreichende und qualitative Kinderbetreuungsplätze, damit Beruf und Familie besser vereinbar werden, noch lange nicht wie z.B. in Norwegen gegeben sind." Für die IV sei daher der weitere Ausbau der Kinderbetreuung einer der entscheidendsten Beiträge für mehr Gleichstellung und bessere Vereinbarkeit.

Um Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu reduzieren sei aber auch die Berufsauswahl ein entscheidender Faktor. "Leider ist gerade in den technischen Schlüsseldisziplinen, in denen es die besten Beschäftigungsaussichten, hohe Löhne und gute Chancen für Frauen gibt, die Zahl der Bewerberinnen niedrig. Wir wollen und brauchen mehr Frauen in Industrie und Technik", so der IV-Präsident nachdrücklich.

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