Bures: Gezielte Förderungen im BMVIT bringen bessere Berufsmöglichkeiten für Frauen

Frauenanteil im Bereich des BMVIT spürbar erhöht

Wien (OTS/BMVIT) - Anlässlich des 100. Internationalen Weltfrauentags gab Infrastrukturministerin Doris Bures einen Überblick und eine Vorschau über die frauenpolitischen Maßnahmen in ihrem Ressort. "In meiner bisherigen Ressorttätigkeit ist die Frauenquote in Aufsichtsräten um 33 Prozent höher geworden, in den Vorständen wirken deutlich mehr Frauen, der Anteil der weiblichen ÖBB-Lehrlinge ist doppelt so hoch wie der Frauenanteil im Gesamtkonzern und wir haben viel mehr Frauen in entscheidenden Positionen im Wissenschafts- und Forschungsbereich", so die Ministerin. ****

"Wir dürfen bei den Bemühungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern nicht nachlassen. So lange die Einkommensdifferenz zwischen den Geschlechtern bei 25 bis 30 Prozent liegt, haben wir großen Handlungsbedarf. Hier hilft es, wenn wir besonders auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Fördermaßnahmen setzen", so die Infrastrukturministerin.

Die Forschungs- und Technologiebranche zum Beispiel weist zwei besondere Eigenschaften auf: Sie hat ein überdurchschnittlich hohes Einkommensniveau und sie ist traditionell männerdominiert. "Wir haben also zuerst erhoben, was die Hindernisse für Frauen sind, in diesen Bereich einzusteigen bzw. aufzusteigen, und auf dieser Grundlage spezielle Förderungen gestartet", so die Innovationsministerin. So wurde ein Humanressourcenpaket geschnürt, das unter anderem festlegt, dass Forschungs-Förderungen bekommt, wer Frauen fördert. Die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) nimmt seit Oktober 2010 Gender-Aspekte in ihren Bewertungskatalog für Projektanträge auf. Die eingeforderten Gender-Kriterien sind sehr umfassend und betreffen den Gegenstand der Projekte, ihre Folgewirkung, die Zusammensetzung der Forschungsteams sowie die Arbeitsbedingungen bei den Antragsstellerinnen und -stellern.

Parallel dazu fördert das BMVIT den "Forschernachwuchs". Jedes Jahr erhalten 1.000 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Welt der Forschung kennenzulernen. Sie absolvieren ein einmonatiges Sommer-Praktikum in einem Forschungsbetrieb. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Mädchen, die auf diese Weise für Forschung zu begeistern sind.
Neben den Praktika für Schülerinnen und Schüler wird es ab kommendem Herbst eine neue Förderschiene ausschließlich für Studentinnen und junge Forschungsforscherinnen geben. Ihnen soll damit die Mitarbeit an Forschungsprojekten ermöglicht werden.

"Wir machen das nicht nur aus frauenpolitischen Gründen, sondern auch, weil Österreich nicht auf 50 Prozent seines kreativen Potenzials verzichten kann. Denn Technologie und Innovation sind der Schlüssel für Österreichs künftige Wettbewerbsfähigkeit. Und die steht und fällt mit den Ideen und Innovationen der Frauen in Österreich", so Bures.

Was ist für Frauen seit dem Amtsantritt von Infrastrukturministerin Bures im Dezember 2008 geschehen?

  • Der Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten von Betrieben, an denen das BMVIT direkt beteiligt ist, ist um ein Drittel Prozent höher als Anfang 2009 (von 15 auf 20 Prozent gestiegen).
  • In den Vorständen, an denen das BMVIT direkt beteiligt ist, konnte der Frauenanteil von elf auf 16 Prozent erhöht werden.
  • 23,5 Prozent aller Führungspositionen im BMVIT sind weiblich. Vor dem Amtsantritt waren es nur 19,5 Prozent.
  • 30 Prozent aller Führungspositionen in der Zentralleitung des Ministeriums sind weiblich. Vorher waren es 25 Prozent.
  • Sechs Anteilungsleitungen im Patentamt sind neu besetzt worden. Davon vier durch Frauen.
  • Mit mehr als 17 Prozent ist der Anteil von Mädchen als ÖBB-Lehrlinge mehr als doppelt so hoch wie Ende 2008. Jede zweite schließt ihre Lehre mit ausgezeichnetem bzw. gutem Erfolg ab.
  • Der Anteil der Fluglotsinnen in der Austro Control ist von 19 auf 22 Prozent gestiegen. (Schluss)

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