Beatrix Karl: Österreich geht in der Friedens-, Konflikt- und Demokratieforschung neue Wege

"Friedenscluster" präsentiert - Universität Klagenfurt sowie drei außeruniversitäre Einrichtungen kooperieren künftig

Wien (OTS) - "Die Friedens-, Konflikt- und Demokratieforschung ist in Zeiten wie diesen stärker gefordert als zuvor und sieht sich neuen Aufgaben und Fragestellungen gegenüber. Österreich geht hier nun völlig neue Wege", so Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl. Der neu gegründete "Friedenscluster" wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Mag. Gertraud Diendorfer (Demokratiezentrum Wien), Dr. Gerald Mader (Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, Schlaining), Univ. Prof. Dr. Anton Pelinka (Institut für Konfliktforschung), Dekanin Univ. Prof. Dr. Verena Winiwarter (Fakultät "iff" der Universität Klagenfurt) sowie Univ. Prof. Dr. Werner Wintersteiner (Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik der Universität Klagenfurt) präsentiert.

"Wir stehen am Beginn einer sehr spannenden Entwicklung", betonte die Ministerin. Die derzeit auf vier Institutionen verteilten Kompetenzen werden in einem "Friedenscluster" an Österreichs einziger Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (iff) an der Universität Klagenfurt gebündelt. Bisher standen am "iff" öffentliche Güter ("public goods") wie Gesundheit, Umwelt und Bildung im Mittelpunkt. Mit dem "Friedenscluster" wird das Themenspektrum um das wichtige und aktuelle Feld der Friedens-, Konflikt- und Demokratieforschung erweitert.

Mit der Gründung des "Friedensclusters" kooperieren damit künftig eine Fakultät und das Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik der Universität Klagenfurt sowie drei außeruniversitäre Einrichtungen:
- das Demokratiezentrum Wien
- das Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung Schlaining
- das Institut für Konfliktforschung Wien
"Damit führen wir zusammen, was zusammen gehört. Wir bündeln die Stärken und erreichen die gerade in einem kleineren Land notwendige kritische Masse", betont die Ministerin.

"Jede dieser Einrichtungen hat besondere Schwerpunktsetzungen und Stärkefelder. Sie sollen in ihrer derzeitigen Identität erhalten bleiben, allerdings: Aus dem Nebeneinander wird ein Miteinander - im Sinne des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Österreich, der dadurch gestärkt wird", so Beatrix Karl weiter. Damit könne die Uni Klagenfurt nicht nur ihr Forschungsprofil stärken, sondern auch im internationalen Wettbewerb Spitzenleistungen erbringen und verstärkt sichtbar werden.

Mit dem "Friedenscluster" werden Kooperationen in Lehre und Forschung ermöglicht; etwa gemeinsame Studiengänge und Projekte, neue Schwerpunkte und gemeinsame Einreichungen von EU-Projekten. Der "Friedens-Cluster" bringt somit sichtbare Synergien, Bestehendes und Bewährtes wird nun vernetzt.

"Ich sehe im Friedenscluster auch ein konkretes Beispiel für einen gelebten Hochschulplan, wie wir ihn derzeit gerade entwickeln", unterstrich die Ministerin bei der Pressekonferenz. Dieser Cluster sei auch ganz im Sinne der FTI-Strategie der Bundesregierung, die morgen präsentiert wird.

Auch das Wissenschafts- und Forschungsministerium (BMWF) leistet einen wichtigen Beitrag zum "Friedenscluster". Die Förderungen für die außeruniversitäre Forschung wurden auf neue Beine gestellt, drei thematische Säulen haben die bisherige Basissubvention abgelöst. Im Rahmen der Säule 1 (Anreizbildungen zur Integration von Forschungsexzellenz in bestehende Strukturen) bekommt die Universität Klagenfurt über die Leistungsvereinbarungen künftig rund 620.000 Euro jährlich für den "Friedenscluster". Damit baut der "Friedenscluster" von Beginn an auch auf eine solide finanzielle Basis. Hinzu kommen weitere Mittel der öffentlichen Hand (Städte, Länder, Europäische Kommission) sowie private Drittmittel. "Ich sehe den Friedenscluster aber gerade auch in Hinblick auf die Einwerbung von privaten Mitteln als attraktiven Anreiz", so Karl.

Abschließend betonte die Ministerin: "Die Bildung von Clustern ist eine wichtige und notwendige Weiterentwicklung am Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich und ich werde dies auch in anderen Bereichen künftig forcieren. Gerade auch, um die Attraktivität und die Wettbewerbsstärke weiter auszubauen und damit Aufschwung, Wachstum und Arbeitsplätze sicherzustellen."

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