100. Frauentag - AMS: Ausbildung in nicht-traditionellen Berufen schließt Einkommenslücke

AMS bietet Qualifizierungsprogramm "Frauen in Handwerk und Technik (FIT) - Frauenberufszentren: Pilotprojekte in drei Bundesländern - AMS Wien setzt FIT-Programm mit abz* austria um

Wien (OTS) - Schwerpunkt der Gleichstellungsförderung ist die Höherqualifizierung von Frauen insbesondere in nichttraditionellen Berufsbereichen, die gute Berufs- und Einkommenschancen bieten. Das AMS hat daher 2006 ein eigenes Förderprogramm zur Qualifizierung von Frauen in Handwerk und Technik (FIT) gestartet, das Frauen zur Ausbildung in nicht-traditionellen Berufen motiviert. "Einzigartig am Programm ist, dass neben der Möglichkeit einer Lehrausbildung auch der Besuch von Fachschulen, HTLs oder Fachhochschulen gefördert wird. Nur so kann das Ziel, Frauen in hochwertige technisch-handwerkliche Ausbildungen zu bringen, erfolgreich umgesetzt werden", betonte Kopf. Ebenso Teil des Programms sind vorbereitende und unterstützende Maßnahmen, wie Berufsorientierungen sowie Beratung (auch hinsichtlich der Kinderbetreuung) während der Ausbildung. Zielgruppe des Programms sind beim AMS vorgemerkte Frauen unabhängig von Qualifikationsniveau und Alter. 2010 nahmen rund 6.500 Frauen (2009: 6.386) am FIT-Programm teil. Die Kosten der Qualifizierung sowie der Deckung des Lebensunterhaltes werden vom AMS getragen.

2011 wurde das FIT-Programm durch ein eigenes Programm zur Facharbeiterinnenintensivausbildung für Frauen ergänzt. Dabei erhalten Frauen, die nur Pflichtschulausbildung haben, die Möglichkeit, in rund eineinhalb Jahren eine Lehrausbildung zu absolvieren und sich damit von der Hilfsarbeiterin zur Fachkraft höher zu qualifizieren.

Frauenberufszentren als Pilotprojekte in drei Bundesländern

Seit Mitte 2010 bietet das AMS in Niederösterreich, in Vorarlberg und im Burgenland auch eigene Frauenberufszentren als externe Beratungseinrichtungen an. Zielgruppe dieser Zentren sind Frauen mit Qualifizierungsinteresse, Wiedereinsteigerinnen und Frauen, die keinen Beruf erlernt haben. "Die Qualifizierung von Frauen ist eine der zentralen Voraussetzungen, um die Einkommensschere schließen zu können. In den Frauenberufszentren erhalten Frauen Berufsorientierung und Beratung bei der Auswahl der geeigneten Qualifizierung ebenso wie Laufbahn- oder Karrierecoaching ", so Kopf. Die Frauenberufs-zentren werden als Pilotprojekte bis Mitte 2011 geführt und im Fall positiver Evaluierung auf mehrere Bundesländer ausgeweitet.

Das Frauenberufszentrum* Vorarlberg wurde im Auftrag des AMS vom abz* austria organisiert. Explizites Ziel des Projekts ist die Höherqualifizierung von Frauen. Hierfür braucht es zunächst eine Standortbestimmung mit der Klärung von Vereinbarkeitsfragen von Beruf und Familie sowie Fragen zur finanziellen Absicherung. In weiterer Folge erfolgt eine rasche Eingliederung in passende weiterführende Beratungs- und Bildungsangebote. Um Frauen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützten, wurden zahlreiche Kooperationen mit Unternehmen geschlossen. Insgesamt haben nach drei Quartalen 183 Frauen die Beratung durchlaufen. 72 Prozent der Frauen haben in der Folge entweder Schulungen begonnen oder einen Arbeitsplatz gefunden.

AMS Wien setzt FIT-Programm mit abz* austria um

In den FiT Programmjahren 2006 bis 2010 haben in Wien bereits 692 Frauen und Mädchen mit einer FiT- Qualifizierung begonnen. "Besonders wichtig für eine nachhaltige Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt ist uns die begleitende Beratung und Betreuung über den gesamten Zeitraum, angefangen von der ersten Infoveranstaltung über die Zeiten der Qualifikation bis zur Arbeitsaufnahme und darüber hinaus. Diese Qualität schätzen wir an einer erfahrenen AMS-Partnerinstitution wie dem abz* austria ganz besonders", so Finster. Das Angebot der abz*FIT.frauenberatung gliedert sich in einerseits Information, Potentialaufschließung und Clearing und andererseits in begleitende Beratung und Betreuung der Teilnehmerinnen des FIT-Programms während der Ausbildung bis hin zum Berufseinstieg. "Nach unseren Erfahrungen fehlt oft nur der Einblick in technische Berufe. Technische Bereiche, die "erlebbar" sind, finden große Beachtung bei Frauen und Mädchen. Auch der Zugang zu klassischen Handwerks-berufen, der noch stark von restriktivem Rollendenken geprägt ist, wird durch Workshops und Praktika für viele Frauen eröffnet", berichtet Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria. Im Jahr 2010 waren 1368 Frauen in Beratung.

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Dr. Beate Sprenger, AMS Österreich, Tel. 01/33 178 DW 522 oder 0664/4415148
Mag. Paulick, Dr. Rauscher, AMS Wien, Tel. 01/87871-50114 oder 01/87871-50510
Mag.a Petra Endl, abz austria, Tel. 01/6670300-13

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