Weiterbildung für Imame

Landeskundliche Schulung türkischer Religionsbeauftragter zur Vorbereitung ihres Einsatzes in Österreich - Fortsetzungsprojekt des BMeiA

Wien (OTS) - Imame und Seelsorger sind bedeutende Multiplikatoren
in ihren Gemeinden, damit kommt ihnen eine besondere Stellung im Dialog- und Integrationsprozess zu. Von besonderer Wichtigkeit ist es daher, dass Imame und Seelsorger neben theologischen auch über gutes gesellschaftliches Wissen verfügen und mit Österreichs Gesellschaft, Land und Kultur vertraut sind. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheit hat dies erkannt und bereits 2008 zur Stärkung der Rolle von Imamen als Dialog- und Integrationslotsen in Österreich in Kooperation mit dem Türkischen Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet/ATIB) eine landeskundliche Ausbildung initiiert.

20 türkische Imame und Frauenbeauftragte aus Moscheegemeinden in ganz Österreich nehmen vom 5. bis 10. März 2011 an der bereits zum dritten Mal veranstalteten landeskundlichen Schulung teil. Partner des Außenministeriums sind dabei der Österreichische Integrationsfonds des Bundesministeriums für Inneres (ÖIF/BMI) und die Universität Wien. 2011 wird das Projekt auch zu 50% vom Europäischen Integrationsfonds (EIF) des BMI unterstützt. Jährlich werden etwa 10 bis 15 Religionsbeauftragte vom Türkischen Präsidium für Religionsangelegenheiten für etwa 5 Jahre nach Österreich in Moscheegemeinden der "Türkisch-Islamischen Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich" (ATIB) entsandt. ATIB ist mit 63 Gemeinden in ganz Österreich die größte islamische Dachorganisation. Ziel der landeskundlichen Schulung ist es, Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, die es den Religionsbeauftragten in Österreich erleichtern, einen Zugang zu Land und Leuten zu finden, sowie (neue) Perspektiven zu entwickeln, die den Herausforderungen der Migration und Integration, vor allem im Hinblick auf Frauen, Jugendliche und Kinder, gerecht werden. Neben Kernmodulen, wie österreichische und europäische Rechtsordnung, Demokratie, Staat und Religion, Religionspluralismus und -freiheit, werden 2011 im Rahmen eines Bildungsschwerpunktes Fragen zum österreichischen Schulsystem, Berufsausbildung, weiterführende Bildung bis hin zur "Elternbildung" behandelt. Bestehende Themenschwerpunkte betreffend Frauen, Gewalt in der Familie und Jugend werden ausgeweitet.

Informationen zu den letzten Schulungen finden sich auf der Homepage des Außenministeriums unter
http://www.bmeia.gv.at/aussenministerium/aussenpolitik/auslandskultur
/dialog-der-kulturen.html

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
abti3@bmeia.gv.at
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0001