Missbrauch: Erzdiözese Salzburg dementiert Vorwürfe gegen Domprediger

Nach Medienberichten erklärt die Erzdiözese, dass die Vorwürfe geprüft wurden, aber nichts nachweisbar sei

Salzburg, 04.03.11 (KAP) Die Erzdiözese Salzburg hat die Missbrauchsvorwürfen gegen einen katholischen Priester dementiert. In der am Freitag veröffentlichten Stellungnahme wird festgehalten, dass die Vorwürfe gegen den Salzburger Domprediger und Pfarrprovisor von St. Jakob am Thurn sowohl von der Staatsanwaltschaft als auch von kirchlichen Stellen geprüft wurden. Ein Missbrauch sei laut Generalvikar Hansjörg Hofer jedoch nicht nachzuweisen. "Daher bestehe für die Erzdiözese Salzburg auch kein Anlass einzuschreiten."

Vorausgegangen waren Medienberichte über die Strafanzeige einer heute 50-jährigen Salzburgerin, die behauptet, in ihrer Zeit als Jungscharführerin sexuell missbraucht worden zu sein. Breits zweimal habe die Staatsanwaltschaft ermittelt und beide Male die Ermittlungen eingestellt, berichtete der ORF am Freitag. Gegenüber den "Salzburger Nachrichten" hatte der betroffen Priester zugegeben, "zwischen 1983 und 1985 eine teils intime Beziehung mit dem angeblichen Opfer" gehabt zu haben. Die betroffen Frau sei damals bereits 20 Jahre alt gewesen und er selbst etwa 40, sagte der Domprediger gegenüber der Tageszeitung.

In der Stellungnahme der Erzdiözese zu diesen Berichten wird festgehalten, dass in der Ombudsstelle für Opfer sexuellen Missbrauchs und Gewalt mit der betroffenen Frau ausführliche Gespräche geführt worden seien. Auch seien die Vorwürfe gegen den Pfarrprovisor von der Ombudsstelle geprüft worden. Die Erzdiözese verweist auch darauf, dass zwei im Vorjahr gegen den Priester eingeleitete Strafverfahren von der Staatsanwaltschaft Salzburg mangels Grundlage eingestellt wurden.

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