Finance-Kollektivvertrag: Verhandlungen neuerlich unterbrochen

Betriebsrätliche und gewerkschaftliche Maßnahmen laufen an - Angebot der Arbeitgeber völlig inakzeptabel

Wien (OTS/ÖGB) - Nach fast neun Stunden wurden die Kollektivvertragsverhandlungen für den Financebereich gestern Abend neuerlich unterbrochen. Die von den Arbeitgebern zuletzt angebotene Gehaltserhöhung liegt bei 1 Prozent plus 20 Euro weiterhin für einen Großteil der Beschäftigten selbst unter der Inflationsrate des Jahres 2010. ++++

"Wir werden einem Gehaltsabschluss, der für die Angestellten einen Reallohnverlust bedeutet, nicht zustimmen. Es ist für uns absolut inakzeptabel, dass die Arbeitgeber angesichts der stetig steigenden Verantwortung und des höheren Arbeitsvolumens und der jüngsten Preissteigerungen ihre Angestellten mit einer derart niedrigen Gehaltserhöhung abspeisen wollen", zeigt sich der Vorsitzende des GPA-djp Wirtschaftsbereichs Finance, Wolfgang Heinzl nach den gestrigen Verhandlungen verärgert.

Bereits vor dem gestrigen Verhandlungstermin wurden die Angestellten nach ihren Erwartungen zur Gehaltsrunde befragt. Mehr als 90 Prozent der über 11.000 Befragten haben sich klar gegen einen Abschluss in der Höhe der letzten Arbeitgeberangebote ausgesprochen. Umgerechnet ergibt die zuletzt gebotene Gehaltserhöhung durchschnittlich 1,8 Prozent.

"Wir haben uns schon im Vorfeld auf schwierige Verhandlungen eingestellt, die betrieblichen Maßnahmen gut vorbereitet und beginnen jetzt mit deren Einleitung und Umsetzung. Insofern ist die nächste Verhandlung am Dienstag, den 08. März 2011 um 13.00 Uhr ein Schlüsseltermin und wahrscheinlich der letzte Versuch eine vernünftige Einigung zu herbeizuführen", so Heinzl abschließend.

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