100 Jahre Frauentag - SPÖ geht bei Einkommenstransparenz mit gutem Beispiel voran

Heinisch-Hosek, Rudas und Mautz kündigen Einkommensbericht der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle an

Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz kündigten am Freitag an, einen Einkommensbericht in der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle zu erstellen. Das sagten Heinisch-Hosek, Rudas und Mautz am Rande einer SPÖ-Aktion, bei der an der Bundesparteizentrale in der Löwelstraße die Frauentagsfahne gehisst wurde. "Die Einkommenstransparenz ist ein wichtiger und notwendiger Schritt in Richtung gleicher Lohn für gleiche Arbeit", so Heinisch-Hosek. "Wir wollen mit guten Beispiel vorangehen und sind gerade dabei, die notwendigen Vorarbeiten zu leisten, um einen Einkommensbericht zu erstellen", erklärte Rudas gegenüber Journalisten. ****

Obwohl die SPÖ mit deutlich weniger als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesetzlich nicht dazu verpflichtet sei, einen Einkommensbericht zu erstellen, wolle die SPÖ genau hinsehen und im Falle von Ungerechtigkeiten an der Beseitigung dieser arbeiten, so Rudas. Heinisch-Hosek: "Sollte es Lohnunterschiede geben, die nicht erklärbar sind, müssen gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Geschäftsführung Richtlinien entwickelt werden, um diese zu beheben."

In Österreich würden Frauen um 25 Prozent weniger verdienen als Männer, erklärte Heinisch-Hosek. 16 bis 18 Prozent Lohnunterschied seien durch nichts anderes zu erklären als Diskriminierung. "Dieser Lohnunterschied geht allein darauf zurück, dass Frauen weniger verdienen, weil sie Frauen sind", sagte Heinisch-Hosek. Die Einkommenstransparenz, die am 1. März in Kraft getreten ist, werde aufzeigen, wo es diese Ungerechtigkeiten gibt.

Mautz verwies auf eine der Hauptforderungen der 20.000 Frauen, die vor 100 Jahren über den Ring marschiert sind. "Die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit ist auch heute noch nicht vollends erfüllt. Es ist unerträglich, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger bezahlt bekommen als Männer. Daher sind wir stolz darauf, dass Unternehmen seit wenigen Tagen dazu verpflichtet sind, Einkommensberichte vorzulegen und wir es Schwarz auf Weiß haben, wenn hier Gleiches ungleich behandelt wird."

Rudas erinnerte bei der SPÖ-Aktion an die vielen frauenpolitischen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte: "Wir profitieren heute noch von den Errungenschaften unserer Mütter und Großmütter". Aber es gelte weiterzukämpfen. "Solange Frauen noch immer weniger verdienen als Männer, solange Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind, solange wir keine Geschlechtergerechtigkeit haben, werden wir weiterkämpfen."

Im Anschluss an die Aktion vor der SPÖ-Bundesparteizentrale legten Heinisch-Hosek, Rudas und Mautz am Zentralfriedhof Kränze an den Gräbern dreier starker Frauen der Sozialdemokratie nieder: Rosa Jochmann, Hertha Firnberg und Johanna Dohnal.

Fotos der Aktion vor der SPÖ-Zentrale sowie von den Kranzniederlegungen sind in Kürze auf http://frauen.spoe.at verfügbar. (Schluss) pl/ah/up

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