AK OÖ-Kritik greift: OP-Wartezeiten sollen transparenter werden

Linz (OTS) - Öffentliche Krankenhäuser sollen - laut geplanter Gesetzesnovelle - in Zukunft transparente Wartezeitenlisten für Operationstermine führen müssen. Damit reagiert Gesundheitsminister Alois Stöger auf eine wichtige Forderung der AK OÖ. "Ein Vorstoß von Minister Stöger, den wir sehr begrüßen. Um die Zuteilung von OP-Terminen für Patientinnen und Patienten aber richtig nachvollziehbar zu machen, bräuchten wir eine gesetzliche Verankerung eines transparenten Wartezeiten-Managements, das auf nachvollziehbaren Kriterien basiert, die auf die Dringlichkeit der OP angelegt sind", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

In Oberösterreich warten Patientinnen und Patienten durchschnittlich drei Monate auf eine Hüft- oder Kniegelenksoperation. Bei einzelnen Spitälern dauert es sogar durchschnittlich 150 Tage bzw. 70 Tage bis man zu seinem neuen Knie-bzw. Hüftgelenk kommt. Glücklich, wer eine private Krankenzusatzversicherung hat: Zusatzversicherte erhalten bis zu viermal schneller einen Termin als Normalversicherte. "Wie rasch Betroffene zu einem OP-Termin kommen, darf nicht von einer privaten Zusatzversicherung abhängig gemacht werden sondern sollte ausschließlich nach Dringlichkeit auf Basis von standardisierten medizinischen und sozialen Kriterien wie etwa Schmerzen, Alter oder Beruf erfolgen", fordert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Durch die Anwendung dieses Wartezeiten-Managements wird die Terminreihung für betroffene Patientinnen und Patienten transparenter. Ein Wartezeiten-Management würde den Spitälern aber auch ermöglichen, in Zukunft den Bedarf an medizinischen und pflegerischen Leistungen besser abschätzen zu können. Im Zuge der oberösterreichischen Spitalsreform könnte ein Wartezeiten-Management so bereits für die Leistungsplanung eingesetzt werden.

Neben dem Wartezeiten-Management wäre für die AK OÖ außerdem die gesetzliche Verankerung der Veröffentlichung von Wartezeiten für OP-Termine von Spitälern sinnvoll. "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Ganz im Gegenteil wäre es für die Spitäler ein Renommee, wenn sie auch nach außen zeigen können, dass sie nach klaren Kriterien handeln", sagt Kalliauer.

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