WKÖ-Sery-Froschauer: "Gutes Werbeklima in Österreich - Bedeutung von Investitionen in Marke und Image aber noch unterschätzt"

Werbeklimaindex: Fachverband Werbung und Marktkommunikation und WIFO etablieren Tool zur Erfassung und Analyse der rot-weiß-roten Werbekonjunktur

Wien (OTS/PWK145) - Premiere für den neuen Werbeklimaindex:
Gemeinsam mit Karl Aiginger, dem Chef des Wirtschaftsforschungsinstitutes (WIFO), und Ulrike Oschischnig, der Leiterin der Stabsabteilung Statistik der WKÖ, stellte Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation der WKÖ, das Tool zur Erfassung und Analyse der Entwicklung der rot-weiß-roten Werbekonjunktur am Freitag erstmals vor.

"Den Aufschwung müssen wir uns täglich hart erarbeiten. Konstante Investitionsfreudigkeit in Werbung und Marken für Auftraggeber muss gesteigert und von der Politik gestützt werden. Nur so kann 2011 zum Jahr des nachhaltigen Aufschwungs werden" - so fasst Angelika Sery-Froschauer die Ergebnisse des Werbeklimaindex' zusammen.

"Der Werbeklimaindex wird vierteljährlich die Entwicklungen und Erwartungen der Werbewirtschaft analysieren, da es besonders wichtig ist, die wirtschaftliche Bedeutung und die interessenpolitischen Anliegen der Kommunikations- und Werbebranche der Politik, den Medien und der Öffentlichkeit durch konkrete Zahlen zu vermitteln", so Sery-Froschauer.

Darum hat der Fachverband Werbung eine Sonderauswertung des WIFO-Konjunkturtests beauftragt. Daraus resultiert ein umfassendes Bild der Erwartungen für die Branchenkonjunktur. Der Werbeklimaindex basiert auf dem WIFO Konjunkturtest, der in Österreich seit den 1950igern durchgeführt wird. Es handelt sich dabei um eine bewährte und international angewandte Form der Konjunkturbeobachtung. Der WIFO-Konjunkturtest ist auch Teil der harmonisierten Konjunkturumfragen der Europäischen Union. Erstmals liegt jetzt eine maßgeschneiderte Analyse des Konjunkturtests für die Kommunikationswirtschaft vor.

Die ab 2010 für den Fachverband Werbung und Marktkommunikation durchgeführte Sonderauswertung zeigt folgendes Bild: "Im Durchschnitt der letzten drei Monate (Dezember bis Februar) liegt der Werbeklimaindex mit +22 Punkten weit im positiven Bereich. Dies weist auf eine sich merklich aufhellende Konjunkturlage in der Kommunikationswirtschaft hin", erklärte Aiginger. Zum Vergleich: im Mittel der letzten zehn Jahre lag der Index in dieser stark expansiven Branche bei +14 Punkten; klammert man die jüngste Krise aus, bei +17 Punkten.

Der Rückblick auf die letzten Monate zeigt, dass die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Werbung und Marktkommunikation bereits seit vergangenem Herbst deutlich angezogen hat. Auch die Geschäftslage in der Branche hat sich in diesem Zeitraum verbessert. Schwachpunkt der Konjunkturerholung in der Kommunikationswirtschaft bleiben aber vorerst die realisierten Auftragsbestände. Diese haben zwar seit dem Krisenhöhepunkt im Sommer 2009 deutlich zugelegt, liegen aber nach wie vor spürbar unter dem Vorkrisenniveau und auch unter dem Niveau, welches etwa andere in der Bundessparte Information und Consulting vertretene Vergleichsbranchen (Unternehmensberatung, EDV) erreichen.

Im Ausblick auf die kommenden Monate überwiegen sowohl hinsichtlich der Nachfrage als auch der Geschäftslage die optimistischen Erwartungen gegenüber den pessimistischen. Dies deutet auf eine fortgesetzt positive Entwicklung der Kommunikationswirtschaft im ersten Halbjahr 2011 hin. Besonders erfreulich ist, so Aiginger, dass nach den Angaben der befragten Unternehmen der Beschäftigungsabbau in der Kommunikationswirtschaft inzwischen gestoppt werden konnte und die Unternehmen in Summe in den nächsten Monaten neue Beschäftigte einstellen wollen.

Branchen Insight aktuell

Ulrike Oschischnig, Leiterin der Stabsabteilung Statistik der WKÖ, präsentierte die aktuellen Zahlen der Branche Werbung: "Der Fachverband Werbung und Marktkommunikation ist mit mehr als 26.000 Mitgliedern der 4. größte Verband innerhalb der WKÖ. Mit 2.032 Neugründungen im Jahr 2010 liegt der Fachverband Werbung und Marktkommunikation in der Gründerstatistik an 3. Stelle in der WKÖ. Die österreichische Werbewirtschaft trägt mit einem Jahresumsatz von ca. Euro 5,3 Mrd. zur österreichischen Wirtschaftsleistung bei", führte Oschischnig aus.

Arbeitsmarktdaten Werbung

Abschließend wurde ein Ausblick auf die Arbeitsmarktdaten gelegt. Die Werbeunternehmen meldeten zuletzt keinen Beschäftigungsrückgang mehr. Bei einem nachhaltigen positiven Wirtschaftswachstum wollen die Werbeunternehmen neue Beschäftigung schaffen. Den mit +8 knapp positiven Saldo für die kommende Beschäftigung nahm Sery-Froschauer als Indiz dafür, dass die Anzahl der Beschäftigten in den nächsten 3 Monaten erhöht wird. Im Jahr 2010 konnte die Werbewirtschaft die Beschäftigtenzahl im Großen und Ganzen stabil halten.

Werbezuwachsprämie einführen

Abschließend zeigte sich Sery-Froschauer überzeugt, "dass die Werbebranche sich auch 2011 in einem schwierigem Umfeld bewähren wird." Dazu brauche es allerdings geänderte Rahmenbedingungen bzw. Willen und Unterstützung seitens der Politik. Zur Ankurbelung der Werbekonjunktur sieht die heimische Werbewirtschaft eine Werbeausgabenzuwachsprämie als geeignet an. "Konzentrieren wir uns darauf, bei der Kreativität und Innovation Europameister zu werden, denn da sind wir richtig gut", schloss Fachverbandsobfrau Sery-Froschauer. (JR)

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Fachverband Werbung und Marktkommunikation
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Tel.: 05 90 900-3539
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