Atom-Ausstieg: "Umwelt-Bischof" Schwarz unterstützt Volksbegehren

Kärntner Bischof: Aus Super-GAU von Tschernobyl richtige Schlüsse ziehen - Kirchliche Umweltbeauftragte rufen zur Unterzeichung des EURATOM-Volksbegehrens auf

Klagenfurt-Linz, 04.03.11 (KAP) Der kontrollierte Ausstieg aus der Kernenergie ist "eine der wichtigsten Optionen für das Gelingen einer gemeinsamen europäischen Nachhaltigkeitsstrategie": Das hat der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz - er ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für Umweltfragen zuständig - vor dem Hintergrund des laufenden EURATOM-Volksbegehrens erklärt.

Aus dem Super-GAU von Tschernobyl sei der Schluss zu ziehen, "dass wir uns in Zukunft die Atomenergie weder wirtschaftlich noch ökologisch noch sozial leisten werden können", so Schwarz in einer Aussendung am Freitag. Es dürfe nicht auf eine Technologie gesetzt werden, bei der menschliches Versagen oder Missbrauch zu irrreversiblen Folgen führen würden. "Die Lösung unserer Probleme dürfen wir nicht den kommenden Generationen überlassen", betonte der Bischof.

Zugleich rufen die Umweltbeauftragten der österreichischen Diözesen zur Unterstützung des EURATOM-Volksbegehrens auf, das noch bis 7. März zur Unterschrift aufliegt. Ziel des Volksbegehrens ist es, bei der Bundesregierung eine Volksabstimmung über den Ausstieg Österreichs aus der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM zu erreichen. "Energie aus Atomkraft ist keine Alternative zu fossilen Energieträgern und keine Lösung für den Klimawandel", begründete Ernst Sandriesser, der Sprecher der kirchlichen Umweltbeauftragten, das von Sorge getragene Engagement. Auch einzelne Pfarrgemeinden und Diözesen haben sich dem Aufruf angeschlossen.

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