Ethikunterricht: Katholische Aktion appelliert an die Politik

Offener Brief: "Auch Schüler ohne Religionsunterricht brauchen Auseinandersetzung mit Religionen, kultureller Prägung und ethischen Grundsätzen"

Wien, 03.03.11 (KAP) Mit dem Appell zu einem verpflichtenden Ethikunterricht für jene Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, hat sich die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) an die Nationalratsabgeordneten gewendet: Auch diesen Schülern soll die "Auseinandersetzung mit Religionen und eine fundierte Reflexion der eigenen kulturellen Prägung und ethischer Grundsätze im Rahmen eines alternativ verpflichtenden Ethikunterrichts geboten" werden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Offenen Brief der KAÖ.

Zugleich forderte die KAÖ eine bereits mehrfach angekündigte parlamentarische Enquete zum Thema unter Einbeziehung von Bildungsfachleuten und die unbedingte Beibehaltung des konfessionellen Religionsunterrichts.

In dem von KAÖ-Präsidentin Luitgard Derschmidt unterzeichneten Schreiben heißt es unter Verweis auf die UN-Erklärung der Menschenrechte, Bildung müsse "zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen". Das setze eine fundierte Auseinandersetzung mit anderen Religionen und Kulturen voraus. "Bildung heißt für uns Auseinandersetzung und nicht Indoktrinierung und ist damit der beste Schutz gegen Fundamentalismus", erklärte die KAÖ.

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