Heinisch-Hosek: "Auch nach 100 Jahren sind die Forderungen der Frauen noch immer aktuell"

Frauenministerin bei Pressekonferenz zur Ausstellung "feste.kämpfe - 100 Jahre Frauentag"

Wien (OTS) - "Die Ausstellung zum 100. Frauentag macht die Geschichte von Frauen sichtbar, zeigt ihre Rollenbilder im Wandel der Zeit und die stete Forderung nach Gleichberechtigung. Leider stehen wir in einigen Bereichen immer noch am Anfang", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Ausstellung "feste.kämpfe - 100 Jahre Frauentag" im Wiener Volkskundemuseum. Auslöser des ersten Frauentages im Jahr 1911 sei die Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen gewesen, doch schon damals sei der Anspruch auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit an prominenter Stelle gestanden. Dieser Anspruch sei heute noch genauso aktuell. "Daher rufe ich Sie auf, zu der großen Demonstration für Frauenrechte am 19. März auf die Wiener Ringstraße zu kommen."

Zur alten Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit gehört heute auch der Ruf nach mehr Frauen in den Chefetagen und das Bestreben, dass Familienarbeit nicht ausschließlich frauenbezogen gesehen werde. "Frauenpolitik ist immer auch Männersache", sagte die Ministerin. "Wir wollen Männer nicht nur zur Familienarbeit motivieren, sondern sie ihnen auch möglich machen. Mit dem einkommensabhängigen Karenzgeld sollte es leichter sein, den Anteil der Väter, die bei ihren kleinen Kindern bleiben, zu erhöhen. Unser nächstes Ziel ist es, den Papamonat auch in der Privatwirtschaft anzudiskutieren."

Die Ministerin dankte den Wissenschafterinnen Maria Mesner und Johanna Zechner vom Kreisky-Archiv, Heidi Niederkofler vom Dohnal-Archiv sowie der Direktorin des Volkskundemuseums, Margot Schindler, für die Realisierung der Ausstellung, die mit einem umfangreichen künstlerischen Begleit- und Vermittlungsprogramm verbunden ist. Zum 100-Jahr-Jubiläum des Frauentags ist auch das Buch "Frauentag! - Erfindung und Karriere einer Tradition" erschienen, das im Museumsshop erhältlich ist.

"feste.kämpfe - 100 Jahre Frauentag" wird heute, 3. März, um 18.00 Uhr im Volkskundemuseum, 1080 Wien, Laudongasse 15, offiziell eröffnet. Dabei wird die Performance "Wir sind Bausteine von heute" gezeigt, die die Künstlerin Magda Tóthová gemeinsam mit Schülerinnen des BORG 3 zu den Rollenbildern der Geschlechter entwickelt hat.

Die Ausstellung ist bis 30. Juni zu sehen. Parallel zu dieser Ausstellung wird auf der Wiener Ringstraße Liesl Pongers "Demonstrationszug", eine mit Fotocollagen gestaltete Straßenbahngarnitur der Linie 2, verkehren. Am 8. März wird die von Stefanie Seibold entwickelte Gratiszeitung, die neue Schlaglichter auf die Frauenbewegung wirft, großflächig verteilt.

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Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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