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OTSconnect-Diskussion widmete sich der Arbeit von Auslandskorrespondenten in Österreich

Wien (OTS) - Einblicke in die Arbeit von Auslandskorrespondenten
in Österreich brachte am Mittwoch eine Veranstaltung im Rahmen der von APA-OTS organisierten Diskussionsreihe OTSconnect. Prominente Journalistinnen und Journalisten - Susanne Glass, Korrespondentin des Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) und Präsidentin des Verbandes der Auslandspresse; Ambros Kindel, Leiter der Außenpolitik der APA -Austria Presse Agentur; Michael Shields, Büroleiter Thomson Reuters in Wien und Charles E. Ritterband, Österreich-Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), berichteten den Zuhörern aus der PR-Branche über ihre Arbeit, die Rolle der Auslandskorrespondenten und ihr Verhältnis zu Österreich und stellten sich der anschließenden Diskussion.

Die internationale Nachrichtenagentur Thomson Reuters lege ihre Berichtsschwerpunkte in Wien auf die großen internationalen Organisationen, so Shields. Intensiv beobachtet würde dabei die Arbeit der Atomenergie-Behörde. Ebenso sind die Rolle Österreichs in der EU und die Bedeutung der österreichischen Banken für die Wirtschaft Zentral- und Osteuropas häufig Gegenstand der Berichterstattung.

Charles Ritterband berichtet für die NZZ in erster Linie über österreichische Politik und Kultur. Dabei ist es besonders die Situation eines kleinen Landes in der EU, das von den Schweizern mit Interesse verfolgt wird.

Susanne Glass sprach vom "Top-Down-Blick" auf aktuelle Themen, der die Berichterstattung des ARD über Österreich dominiert. Dabei würden in Deutschland nicht so sehr die Details der österreichischen Tagespolitik interessieren, sondern generelle Trends und Entwicklungen. Zu kurz kämen aber auch Lifestyle und Society- Themen nicht , sie würden dem Bild, das man sich im Ausland von Österreich macht, entsprechen - aktuelles Beispiel wäre dabei das große Interesse am Wiener Opernball.

Einig waren sich die Diskutanten über die typischen "Österreich-Spezifika": die Wichtigkeit persönlicher Kontakte für die journalistische Arbeit, eine wenig ausgeprägte Rücktrittskultur und geringe Bereitschaft zur Selbstkritik.

Ambros Kindel betont in diesem Zusammenhang , wie wichtig die Rolle der Korrespondenten für das Bild und Selbstbild Österreichs sei, "der Blick von außen ist eine unerlässliche Gelegenheit zur Reflexion."

Dennoch werde auch die Rolle der Auslandskorrespondenten in den Medien gelegentlich hinterfragt. Quoten- und Kostendruck sowie der Trend zu Lokalberichterstattung mache den Korrespondenten zu schaffen. Jedoch seien Glaubwürdigkeit, seriöse Recherche und Hintergrundberichterstattung in Zeiten einer riesigen Informationsflut wichtiger als je zuvor, waren sich die Journalistinnen und Journalisten einig.

Einen Audio Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie unter:
http://tvserver.ots.at/Blog/20110302_otsconnect.mp3

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Barbara Rauchwarter
Unternehmenssprecherin, Leiterin Marketing & Kommunikation
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