abz*austria startet mit dem ersten Diskurscafe zum Thema

"Väterkarenz" die von Bundesministerin Heinisch-Hosek beauftragte österreichweite Informationsoffensive.

Wien (OTS) - Unter dem Titel "Papa ist der Beste, aber wie
Papa-fit ist Ihr Unternehmen? Sind Sie bereit für die neue Generation Eltern?" hat abz*austria gestern, am Mittwoch, 2. März 2011, im Namen von Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek zum Diskurscafé zum Thema Väterkarenz eingeladen.

Das Diskurscafé fand im Rahmen der Informationsoffensive für die Wirtschaft, die von der Frauenministerin und dem Sozialminister gemeinsam mit den Sozialpartnern und der Industriellenvereinigung finanziert wird, in den neuen Räumlichkeiten der Telekom Austria Group, der Telekom Austria Group Business School, statt. Es eröffneten Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Telekom Austria Group CEO Hannes Ametsreiter und abz*austria Geschäftsführerin Manuela Vollmann. Es folgte ein wissenschaftlicher Input von Männer-und Geschlechterforscher Erich Lehner.

"Väterkarenz ist ein Profit für die Männer. Es bedeutet, sich Zeit mit den Kindern zu gönnen und Bindungen aufzubauen", betont Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihrem Eröffnungsstatement. Derzeit gehen erst 5% der Männer in Karenz. Das einkommensabhängige Kindergeld ist dabei eine wichtige Grundlage für mehr Väterbeteiligung: Über elf Prozent der BezieherInnen dieser Variante sind Männer. Unser Ziel ist es, den Anteil der Väterbeteiligung auf 20 Prozent zu steigern", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Die relativ niedrige Väterbeteiligung wäre auf den Gegenwind aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld zurückzuführen. Darum würde das "Projekt Väterkarenz" Unternehmen unterstützen, "ein gutes Karenzmanagement zu betreiben und Wege zu finden, mit den Anforderungen umgehen zu können", so Heinisch-Hosek.

Hannes Ametsreiter betont, dass "ein modernes Unternehmen auch moderne Rahmenbedingungen schaffen muss." Die Telekom Austria Group zeigt vor, wie solche Rahmenbedingungen aussehen können, denn "es braucht die Möglichkeit für individuelle Entscheidungen und Lebensentwürfe. Wir ermöglichen Väterkarenzen genauso wie z.B. Sabbaticals", so Ametsreiter weiter. Die Telekom Austria Group hat rund 30% Frauen in Führungspositionen in der Gruppe und knapp 8% Männer in Karenz in Österreich. "Erste Schritte sind gesetzt, man ist optimistisch diesen Anteil zukünftig noch erhöhen zu können."

Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria, weiß, "Elternkarenz ist und dies ist gut so, kein Frauenthema sondern ein Managementthema". "Es ist ein Thema, welches die Verhältnisse bestimmt. Die Verhältnisse von Frauen und Männern in Politik, in Wirtschaft, die Verhältnisse in Familien und Haushalten und in Partnerschaften." "Auszeiten- und Karenzmanagement ist der Schlüssel für praktizierbare Vereinbarkeit von Beruf- Familie- und Privatleben", so Vollmann weiter.

Die von Erich Lehner präsentierte Studie "Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf Väter" zeigt auf, dass zwei Drittel der befragten Männer auf Karenz gehen wollen und drei Viertel sich vorstellen könnten, zu Gunsten der Kinderbetreuung, Teilzeit zu arbeiten. Trotzdem wird dieser Wunsch in der Praxis noch nicht häufig gelebt. "Vor allem würde es Vätern erleichtern, sich bei der Betreuung von Kindern zu engagieren, wenn die oberste Führungsebene einer Organisation ein klares Signal sendet, dass Väterkarenz im Unternehmen möglich und begrüßenswert ist", erklärt Erich Lehner.

Manuela Vollmann freut sich über einen gelungenen Abend. Es war möglich, "gemeinsam Ideen und Perspektiven wahrzunehmen, vorhandene Expertise zu potentieren und vor allem einen anregenden Diskurs zu führen". Diesen Diskurs moderierte Ursula Rosenbichler, Geschäftsführerin von abz*consulting in gewohnt professioneller und charmanter Art und Weise. Die zahlreichen Wortmeldungen und der daraus resultierende Diskussionsbedarf zeigten, wie sehr das Thema Väterkarenz bewegt, aber auch wie positiv man den durch die Bundesministerin Gabriele Heinisch- Hosek ins Rollen gebrachten Möglichkeiten gegenüber steht.

"abz*austria wird in weiterer Folge in ganz Österreich kostenlose Workshops für kleinere und mittlere Unternehmen zu Väterkarenz und Elternteilzeit anbieten. Inhaltlich wird es z.B. um die rechtlichen Rahmenbedingungen, Umsetzungsmöglichkeiten, aber auch um das Aufzeigen von Best Practice Beispielen gehen", erklärt Manuela Vollmann die in weiterer Folge geplanten Aktivitäten im Rahmen der Informationsoffensive. Dem gestrigen Diskurscafe werden noch zwei weitere folgen.

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