Erneuter Vorstoß für Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene

Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission (KOO) appelliert an österreichische EU-Abgeordnete

Wien, 03.03.11 (KAP) Die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission (KOO) unternimmt einen erneuten Vorstoß zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) auf europäischer Ebene: In einem Schreiben hat sie alle österreichischen EU-Abgeordneten aufgefordert, sich dafür bei der kommenden Plenar-Sitzungen im Europäischen Parlament vom 7. bis 10. März einzusetzen.

"Eine Europäische Finanztransaktionssteuer würde helfen, die Finanzmärkte zu regulieren und gleichzeitig Einnahmen generieren", so KOO-Geschäftsführer Heinz Hödl. Die Banken- und Finanzkrise habe vielen europäischen Staaten enorme Haushaltsdefizite beschert. Alle Steuerzahler hätten bereits ihren Beitrag zur Rettungsaktion geleistet. "Eine Finanztransaktionssteuer würde einen wichtigen Beitrag des Finanzsektors für die Kosten der Finanzmarktkrise sicherstellen" appellierte Hödl an die EU-Abgeordneten.

Eine breite Mehrheit der europäischen Abgeordneten habe bereits mehrfach ihre Unterstützung für die FTS unter Beweis gestellt, erinnerte Hödl - so bei den Resolutionen des Europäischen Parlaments vom 10. März und 20. Oktober 2010. "Es ist entscheidend, dass das Europäische Parlament als die demokratisch gewählte Vertretung der europäischen Bürgerinnen und Bürger in dieser Sache eine starke politische Position beibehält", betonte Hödl. Eine FTS sei auf EU-Ebene umsetzbar, die Union sollte weltwirtschaftlich die Führung übernehmen.

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