Berlakovich: Ankündigungen von EU-Budgetkommissar verantwortungslos

"Lewandowski lebt am Mond" - "Zukunftssektor darf nicht geschädigt werden"

Wien (OTS) - "Die jüngst von EU-Budgetkommissar Janusz Lewandowski geäußerten Kürzungspläne im europäischen Agrarbudget sind absolut nicht nachvollziehbar und werden von mir abgelehnt", zeigt sich Österreichs Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich heute erzürnt.

Kürzungsankündigungen massiv abgelehnt

"Es kann nicht sein, dass immer mehr Länder am Agrarbudget beteiligt sind, die Bauern immer mehr Leistungen im Sinne der Allgemeinheit und der Umwelt erbringen müssen und das Geld immer weniger wird. Lewandowski lebt offenbar am Mond! Es ist nicht zu begreifen, dass der EU-Kommissar damit einen Sektor schädigen möchte, der wie kein anderer Zukunftschancen bietet - man denke nur an Klimaschutz, erneuerbare Energien, die Deckung des steigenden Lebensmittel-Bedarfs, Dienstleistungen und den Ressourcenschutz. Ein Arbeitsplatz am Bauernhof sichert drei weitere Arbeitsplätze. Es kann nicht sein, dass Lewandowski das gefährden will! Aus diesem Grund halte ich seine jüngste Ankündigung für verantwortungslos", unterstreicht Berlakovich.

Ländlicher Raum darf nicht entvölkert werden

"Der EU-Budgetkommissar scheint nicht zu begreifen, wie viel von den EU-Agrarbeihilfen abhängt. Es kann doch nicht der Sinn der Politik sein, den ländlichen Raum zu entvölkern, kleine bäuerliche Betriebe zu opfern und auch die Lebensmittel-Sicherheit zu gefährden. Unsere Bäuerinnen und Bauern befinden sich ohnehin in einem massiven Preiskampf, da darf man sie nicht noch zusätzlich schädigen", betont Berlakovich.

Leistbare Lebensmittel nicht gefährden

"Was viele vergessen, ist auch, dass die Agrarbeihilfen für Produkt- und Lebensmittelpreise sorgen, die für die gesamte Bevölkerung leistbar sind. Auch das sollte dem EU-Budgetkommissar einmal erklärt werden", sagt der Landwirtschaftsminister. "Ich finde die Ankündigungen von Lewandowski auf alle Fälle visions- und zukunftslos. Solchen Tendenzen möchte ich daher mit Nachdruck den Kampf ansagen. Wir müssen die EU-Politik und das Budget sanieren, dürfen sie aber auf keinen Fall ruinieren", unterstreicht Berlakovich.

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