Frauenquote in Politik: BZÖ-Schenk: Grün-Forderung demokratiepolitisch bedenklich

"Gesetzlicher Mindestlohn von netto 1000 Euro dringendst notwendig"

Wien (OTS) - "In der Politik und in der Wirtschaft geht es auch
ohne gesetzliche Frauenquote, da jede Quote automatisch eine Diskriminierung und eine Herabwürdigung der Frau bedeutet", meinte heute BZÖ-Frauensprecherin Abg. Martina Schenk zur Forderung der Grünen nach einer gesetzlichen Frauenquote für Politik, Sozialpartner und Aufsichtsräte. "Einer Frauenquote in der Politik, dazu noch drohende Sanktionen bei Nichteinhaltung, das ist demokratiepolitisch bedenklich. Das BZÖ lehnt Frauenquoten in allen Bereichen entschieden ab", so Schenk weiter.

Auch die derzeit laufende Diskussion über eine Quote in Aufsichtsräten bringe den Frauen in Österreich nicht wirklich etwas. "Wir reden hier nämlich nur von einer Handvoll Frauen, die von solch einer Quote auf zweifelhafte Art und Weise profitieren würden. Abgesehen davon, liegen die wahren Probleme eines Großteils der österreichischen Frauen sicherlich nicht in den Aufsichtsräten der hier ansässigen Unternehmen, sondern vor allem bei den so genannten typischen Frauenberufen. In diesen Sparten ist ein echter gesetzlicher Mindestlohn - 1300 Euro brutto, das sind netto 1000 Euro - dringendst notwendig. Das wäre eine sinnvolle Maßnahme, von der die Frauen in Österreich im realen Leben weit mehr profitieren könnten, als von einer Diskussion über Frauenquoten", meinte Schenk.

"Was wir aber auf alle Fälle brauchen, sind mutige, engagierte und moderne Frauen in unserem Land, die sich durch Qualität und nicht mit Quote durchsetzen", betonte Schenk.

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