Remler: Erste Absolventinnen des Führungskräfteprogramms "Zukunft.Frauen" bereit für mehr Verantwortung in Führungsgremien!

BMWFJ unterstützt und fördert in Kooperation mit WKÖ und IV Frauen auf dem Weg ins Topmanagement - Präsentation der Datenbank für Aufsichtsrätinnen

Wien (OTS/BMWFJ) - "Wir möchten qualifizierte Frauen auf ihrem Weg an die Spitze unterstützen, sie fördern, sie in ihrem Selbstbewusstsein stärken und bestmöglich für Management- und Aufsichtsratspositionen vorbereiten", betonte Verena Remler, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, heute, Donnerstag, gemeinsam mit WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser und IV-Vize-Generalsekretär Peter Koren anlässlich der Abschlussveranstaltung der Absolventinnen des ersten Durchgangs von "Zukunft.Frauen", dem neuen Führungskräfteprogramm von Wirtschaftsministerium, Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Industriellenvereinigung (IV) für Frauen auf dem Weg ins Topmanagement.

"Zum einen entscheiden die richtigen Rahmenbedingungen, ob sich Frauen in Österreich für einen Führungsjob bewerben", so Remler. "Andererseits müssen qualifizierte Frauen, die in ihrem Unternehmen als potenzielle Kandidatinnen für hochrangige Positionen gelten, auf ihrem Weg an die Spitze auch unterstützt werden. Oft fehlen - selbst bei Top-Qualifikation - noch die notwendige Motivation und das Selbstbewusstsein um Spitzenjobs anzustreben. Ziel des Führungskräfteprogramms 'Zukunft.Frauen' ist es, hier aktiv gegenzusteuern und die Frauen optimal für diese Aufgaben vorzubereiten."

"Es geht hier nicht um ein rein gesellschaftspolitisches Gleichgewicht, sondern auch um positive unternehmerische Auswirkungen", meint Remler. Die Staatssekretärin ist überzeugt, dass Unternehmen mit gemischten Führungsgremien mehr Gewinn erwirtschaften, krisenstabiler und sowohl ökonomisch, als auch hinsichtlich der Unternehmenskultur signifikant erfolgreicher sind. In diesem Zusammenhang verweist Remler auch auf eine erst letztes Jahr im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellte aktuelle Analyse bestehender nationaler und internationaler Studien durch das Institut für höherer Studien (IHS).

Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser, Wirtschaftskammer Österreich: "Zukunft.Frauen soll weibliche Führungskräfte bei ihrem Schritt an die Unternehmensspitze ermutigen. Darüber hinaus leistet das Programm einen wichtigen Beitrag, Frauen stärker in maßgeblichen Entscheidergruppen zu vernetzen. Frauen in Führungspositionen zu haben, zahlt sich für die Unternehmen im wahrsten Sinn des Wortes aus: Höhere Motivation und Mitarbeiterzufriedenheit, geringere Fluktuation und Fehlzeiten, die Sicherung personeller Ressourcen und dadurch sinkende Kosten und höhere Produktivität sind diesen Betrieben sicher."

"Aus wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Gründen setzt sich die Industrie für die ökonomische Gleichstellung von Frauen und Männern ein", betont Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung. "Regulierungsmaßnahmen können wir dabei jedoch wenig abgewinnen - denn Gleichstellung soll nicht zu Gleichmacherei werden", so Koren. Die Stärkung und Vernetzung von Frauen, um diese für Führungspositionen zu gewinnen, zähle für die Industrie zu einer wichtigen Maßnahme - mit diesem Anliegen sei auch das Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen" seitens der Wirtschaft in Österreich initiiert worden.

Neue Aufsichtsrätinnen-Datenbank

Ebenso wichtiger Bestandteil der gemeinsamen Anstrengungen von BMWFJ, WKO und IV bei der Unterstützung von Frauen auf ihrem Weg an die Spitze ist die Etablierung einer öffentlich zugänglichen Datenbank für Aufsichtsrätinnen. Damit sollen zum einen die Absolventinnen von Zukunft.Frauen, also hochqualifizierte Kandidatinnen für Aufsichtsratsfunktionen, sichtbarer gemacht werden. Zum anderen können sich auch Frauen, die bereits Aufsichtsratsmandate inne haben, ebenfalls in dieser Datenbank registrieren. Die Suche nach hochqualifizierten Kandidatinnen für Aufsichtsratsfunktionen wird somit vereinfacht und erleichtert.

Der erste Durchgang von "Zukunft.Frauen" startete am 9. September 2010 mit 21 hochqualifizierten Teilnehmerinnen aus namhaften Unternehmen wie beispielsweise Erste Bank, ISS, Böhler-Uddeholm, Mondi, Infineon, Raiffeisen, Frequentis, Verbund, RHI, BAWAG, A1 Telekom Austria, SAP Österreich. Das Programm umfasst verschiedenste Themen, wie Unternehmensführung, Personalmanagement und Aufsichtsratstätigkeit, aber auch sogenannte Soft Skills, wie Rhetorik und Präsentation, Konfliktmanagement sowie Verhandlungsführung und Leadership.
Ebenso wichtiger Bestandteil des Führungskräfteprogramms ist das laufende Vernetzen und Austauschen mit österreichischen und internationalen Topmanagern im Rahmen von Kamingesprächen. Ein zweiter Durchgang wurde bereits im Jänner 2011 gestartet; aufgrund des regen Interesses ist bereits ein dritter Durchgang voraussichtlich ab Herbst 2011 geplant.
"Der Anspruch zeigt, dass das Programm ein wichtiges Bedürfnis abdeckt und für Frauen auf dem Weg in Führungspositionen äußerst relevant ist. Somit tragen wir auf fachlich fundierte Art und Weise bei, den Anteil von Frauen in Spitzenjobs nachhaltig zu erhöhen", erklärt Remler.

Nähere Informationen finden Sie unter www.zukunft-frauen.at

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