Binder-Maier/Leitner/Scheele/Vladyka: "Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen!"

SPÖ NÖ feiert "100 Jahre Internationalen Frauentag"

St. Pölten (OTS) - "Immer noch verdienen Frauen rund 18 Prozent weniger als Männer - und das bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit. Die seit März geltende Einkommenstransparenz für Betriebe über 1.000 MitarbeiterInnen ist ein wichtiges Hilfsmittel, um diese Einkommensschere endlich zu schließen; sie müssen nun alle zwei Jahre einen Einkommensbericht vorlegen, der Vergleiche möglich macht", erklärt die Vorsitzende der SPÖ NÖ Frauen, NRin Gabriele Binder-Maier. Sie weist darauf hin, dass in Österreich die Einkommensschere weit auseinanderklafft und unser Land EU-weit an vorletzter Stelle vor Estland. Binder-Maier wolle verstärkt auf Bildung und Ausbildung setzen, um die berufliche Gleichstellung von Männern und Frauen erreichen: "Wir wollen Mädchen für typische Männerberufe interessieren, damit werden ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht. Weitere Ziele sind Einkommen, die Lebensqualität sichern. Außerdem muss Frauen der Aufstieg in den Betrieben erleichtert werden, Betriebe sollen viel stärker als bisher in die Förderung von Frauen investieren." Die Frauensprecherin des SPÖ NÖ Landtagsklubs, LAbg. Christa Vladyka wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Frauen öfter von Armut betroffen seien, als Männer:
"Mehr als 52 Prozent der Frauen haben ein Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle; sie haben ein um 35 Prozent erhöhtes Armutsrisiko."

"Noch nie waren Frauen so gut ausgebildet wie heute. Dennoch stoßen sie bei ihrem beruflichen Aufstieg an eine gläserne Decke", so Binder-Maier, "es ist die Aufgabe der Politik, Frauen bei ihrer Karriere und im Berufsleben zu fördern." Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPÖ NÖ, Landeshauptmann-Stv. Dr. Sepp Leitner weist sie darauf hin, dass ein entsprechender Frauenanteil in den Gremien und in Führungspositionen nur durch eine Frauenquote zu erreichen ist: "Die Quote ist ein wichtiges Werkzeug, um den Frauenanteil zu erhöhen - Ziel ist es jedoch, dass sie in Zukunft obsolet wird, aufgrund ausgewogener Mandats- und Funktionsverteilungen zwischen Männern und Frauen." Um das zu erreichen, solle auch verstärkt Personalentwicklung durch eine Frauenakademie betrieben werden. Der erste Lehrgang wird Mitte März abgeschlossen sein, die Vorbereitungen für einen zweiten Lehrgang im Herbst sind bereits im Laufen. Leitner sichert der SPÖ NÖ Frauenvorsitzenden seine volle Unterstützung zu und weist darauf hin, dass die SPÖ NÖ mit gutem Beispiel vorangeht: "Beim vergangenen Landesparteitag haben wir erstmals in der Geschichte der SPÖ NÖ in den Gremien die geforderte Frauenquote von 40 Prozent erreicht!" Leitner kündigt an, in der nächsten Landtagssitzung einen Antrag einbringen zu wollen, der in Niederösterreich eine 40-prozentige Frauenquote für Führungspositionen im öffentlichen Dienst und für Aufsichtsräte in landesnahen bzw. -eigenen Betrieben fordert: "Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, sind verpflichtende Quoten unumgänglich. In den österreichischen Aufsichtsräten sitzen immer noch 90 Prozent Männer. Viele europäische Länder sind uns da schon deutlich voraus und haben längst erkannt, dass es eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist, Frauen in Führungspositionen zu bringen. Die Bundesregierung setzt nun gemeinsam einen nächsten Schritt zur Gleichstellung - wir in Niederösterreich wollen diese Entwicklung unterstützen."

Soziallandesrätin Mag.a Karin Scheele gab einen Überblick über die Geschichte des Frauentags: "Der Internationale Frauentag geht auf die Arbeiterinnenbewegung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Der erste Internationale Frauentag fand dann vor 100 Jahren im März 1911 statt - in Dänemark, Deutschland, der Schweiz, den USA und bereits in Österreich. Damals wurde für die Einführung des Frauenwahlrechts, bessere Arbeitsbedingungen, gleiche Löhne und einen besseren Mutter- und Kindesschutz demonstriert". Für Landesrätin Scheele konnten seitdem viele Forderungen erreicht werden, sie mahnt aber im gleichen Atemzug, den Blick nach vorne zu richten: "Dieses Jubiläum ist Anlass zum Feiern und Gelegenheit zur Würdigung unserer zahlreichen VorkämpferInnen für die Rechte der Frauen. Doch es liegt noch viel Arbeit vor uns, wir dürfen nicht stehen bleiben, denn - so auch die Kampagne der SPÖ Frauen: 'Wir kommen so weit wir gehen'!"

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