FPÖ-Karlsböck: Brustkrebs-Posse geht in die nächste Runde

Stöger wirft die Geldvernichtungsmaschine an

Wien (OTS) - "Kurz vor dem 100. Internationalen Frauentag
bereichert Österreichs Gesundheitsminister, die Diskussion über eine Neuorientierung der Brustkrebsvorsorge, um einen Schildbürgerstreich der Sonderklasse", berichtet der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. Offenbar arbeite man im Gesundheitsministerium mit allen Kräften daran, eine Verbesserung dieser wichtigen Vorsorgeuntersuchung für Frauen zu verhindern, so Karlsböck.

So habe der Herr Bundesminister höchstpersönlich eine internationale Expertenrunde nach Wien eingeladen, um im Rahmen des Radiologenkongresses eine Neuausrichtung des Mamascreenings zu erörtern, erinnerte Karlsböck daran, dass Seitens des Ministeriums geplant sei, die derzeit 290 Brustkrebsvorsorge-Einrichtungen auf 20 zusammen zu streichen. Wenig überraschend, sei dieses internationale medizinische Expertengremium, unter Beisein der Österreichischen Ärztekammer, des Hauptverbandes und des ÖBIG, zum Schluss gekommen, dass es sehr wohl notwendig sei Röntgen- und Ultraschall-Untersuchungen gleichzeitig und sofort beim Screening zum Einsatz kommen zu lassen, fasste Karlsböck zusammen.

Weiters hätten sich die internationalen Experten dafür ausgesprochen, Frauen zwischen 45 und 75 in das Programm einzubeziehen, wenn erforderlich Ultraschall im Rahme der ersten und einzigen Untersuchung einzusetzen und damit neuerliche Anreisen in 99% der Fälle zu vermeiden, berichtete Karlsböck. Die Ärzte hätten im Gegenzug sehr umfangreiche qualitätssichernde Auflagen akzeptiert.

Ein Ergebnis, welches dem Herrn Bundesminister nicht zu gefallen scheine, so Karlsböck, denn sonst wäre es nicht notwendig, das Stöger einen Tag später, um viel Geld, das HTA Health Technologie Assessment-Institut beauftrage, Studien zu besorgen und auszuwerten, die sich mit diesem Themenbereich beschäftigen. "Hier wird wieder einmal sinnlos Steuergeld verpulvert", kritisierte Karlsböck, der eine parlamentarische Anfrage dazu ankündigte. Skurril auch, so Karlsböck, dass das beauftragte Institut eine Frist bis Ende September für diese Untersuchung erhalten habe, während der Minister bis Juni eine Entscheidung zum Brustkrebsscreening erwarte.

Prinzipiell, so Karlsböck, sei die Diskussion um eine Verbesserung der Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen zu begrüßen. Was sich aber hier hinter den Kulissen abspiele, sei Schilda pur. "Österreich braucht ein Brustkrebsscreening und wir müssen die Fallzahlen erhöhen", betonte Karlsböck. Schließlich sei jede neunte Frau in Österreich betroffen, warnte Karlsböck. Der am Kongress erzielte Konsens, wonach qualifizierte und zertifizierte Radiologen-Praxen, mit einer jährlichen Fallzahl von mehr als 2.000 Mammographien, geeignet seien diese Untersuchungen durchzuführen, sei durchaus ein gutes Ergebnis, so Karlsböck. Damit seien auch die von Stöger angedachten 20 staatlichen Zentren unnötig, da die niedergelassenen Radiologen die Arbeit schneller, effizienter und letztendlich auch billiger erledigen könnten, so Karlsböck, der dem Minister vorwarf aus ideologischen Gründen die Gesundheit der österreichischen Frauen zu gefährden. "Stoppen Sie Ihre Wahnsinnsprogramm, Herr Minister", schloss Karlsböck.

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