E-Day 2011: "Erneuern um zu wachsen - Web 2.0 und Social Media"

Keynote-Speaker Peter Glaser: "Technologien sollen Brücken bauen und nicht nur Technologieversierte ansprechen"

Wien (OTS/PWK140) - "Die Mediennutzung verändert sich durch das Internet. Soziale Medien wie Facebook und Twitter sind ein riesiges soziales Experiment, wie wir online miteinander umgehen", betonte der Journalist und Schriftsteller Peter Glaser in seiner Keynote beim E-Day der Wirtschaftskammer im Haus der Wirtschaft. "Weltweit vernetzen sich User in virtuellen Bekanntenkreisen. Permanent 'geöffnete' Social Media-Plattformen sind die aktuelle Erscheinungsform dieser offenen Form von Kommunikation. Soziale Medien sind nicht nur Kommunikationskanäle. Im Netz sind Medien nicht nur Dinge, die wir benutzen, sondern die User leben heute mit und in den Medien", so Glaser. Vormals passive Medienkonsumenten hätten durch soziale Medien die Möglichkeit bekommen, aktiv mitzugestalten. "Die strikte Trennung zwischen den Produzenten und Konsumenten von Information hat sich aufgelöst. Jeder kann sowohl empfangen, als auch senden", meint Glaser. Durch diese neuen Kommunikationsformen werde zwar viel Persönliches nach außen getragen, aber trotzdem müssten sensible Daten geschützt bleiben. "Deshalb sei es zwar mühsam, mache aber Sinn, wenn rechtliche Rahmenbedingungen der Technik Grenzen setzen", so Glaser.

Technologische Veränderungen seien, so Glaser, unvorhersehbar und fänden ungeplant statt. Niemand konnte beispielsweise den Erfolg von Internet-Phänomenen wie Google, Twitter, YouTube oder die Beliebtheit der SMS-Funktion beim Mobiltelefon vorhersehen. Daher sei es auch schwer abzusehen, wie sich Social Media und die Kommunikation im Netz an sich weiter entwickeln. Glaser äußerte den Wunsch: "Technologien sollen Brücken bauen und nicht nur Technologieversierte ansprechen, damit alle an der interessanten Reise in die Zukunft teilnehmen können. Deshalb soll irgendwann die Hardware verschwinden und nur die eigentlichen Funktionen - Kommunikation und Interaktion - sollen übrig bleiben." Technische Lösungen, die vor kurzem noch wie Science Fiction anmuteten, können durch die rasante Veränderung der Technik bald Realität werden und es möglich machen, dass "der Mensch und nicht die Maschine im Mittelpunkt steht". Daher müsse die Technik so verändert werden, dass sie den Menschen entgegen kommt. (TB)

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