FPK-Scheuch: Kaiser will finanzielle Lage von Studenten ausnutzen

Kärntner SPÖ hält inferiorem Verteidigungsminister nach wie vor die Stange

Klagenfurt (OTS) - Für mehrmaliges Kopfschütteln sorgte SPÖ-Vorsitzender Peter Kaiser bei der gestrigen Podiumsdiskussion zum Thema Wehrpflicht an der Uni Klagenfurt. Der SPÖ-Vorsitzende sieht durch den finanziellen Engpass der Studenten eine Möglichkeit, vor allem Freiwillige aus dieser Zielgruppe zum geplanten Berufsheer zu bekommen. "Will Kaiser die missliche Lage der Studenten ausnutzen, um doch die benötigte Anzahl Freiwilliger zum Heer zu bekommen? Anscheinend ist Kaiser über die schlechte finanzielle Situation der Studenten gar nicht so unglücklich, weil sie seinem Verteidigungsminister aus der Klemme helfen könnte. Wäre es aber nicht besser, das Bundesheer attraktiver für wirklich Interessierte zu machen, statt auf den finanziellen Engpass der Studenten als Druckmittel zu hoffen? Das ist eine schamlose Ausnutzung der Studenten", stellt FPK-Obmann DI Uwe Scheuch fest.

Kaiser hatte - mit der Frage konfrontiert, wer denn überhaupt zu einem Berufs-Bundesheer gehen würde - gemeint, dass Studenten die 5.000 Euro für die Ableistung von Bundesheerübungen ja gut brauchen könnten und dieses Modell daher durchaus interessant für sie wäre. Scheuch: "Studenten sollten sich eher aufs Studium und einen raschen Abschluss konzentrieren können, statt sich vor lauter Geldsorgen sogar zum Bundesheer melden zu müssen." Angesichts dieser Äußerungen müsse die Frage gestattet sein, wie sozial die Sozialdemokratie noch sei.

Aufhorchen ließ Kaiser außerdem mit der Information, dass die Standorte der Kärntner Kasernen keinesfalls 100prozentig gesichert seien. Dies habe man gestern von SPÖ-Verteidigungsminister mitgeteilt bekommen. Scheuch sieht sich bestätigt: "Wir Freiheitliche warnen seit Wochen auch vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Darabos-Plans. Jetzt zeigt sich, wie recht wir leider hatten. Darabos streicht rücksichtslos Arbeitsplätze beim Heer. Er schließt planlos Kasernen. Es ist ihm egal, wie sehr er dadurch der regionalen Wirtschaft schadet. Und trotzdem halten ihm seine Kärntner Genossen Kaiser, Rohr und Co die Stange? Das beweist, dass Parteigehorsam gegenüber der Bundes-SPÖ den Kärntner Sozialisten wichtiger ist als die Interessen der Kärntnerinnen und Kärntner. Dabei ist Darabos mehr als rücktrittsreif", schließt FPK-Obmann Scheuch.

(Schluss/le)

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten - FPK
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/56 404

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0001